Schuldach-Einsturz: Hundert Kinder retten sich ins Freie - DER SPIEGEL
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Schuldach-Einsturz Hundert Kinder retten sich ins Freie

Nach heftigen Schneefällen ist in Österreich das Dach einer Grundschule eingestürzt. Einhundert Schülern und ihren Lehrern gelang es in letzter Minute, das Gebäude zu verlassen. In Teilen Ostbayerns wurde aufgrund der starken Niederschläge Katastrophenalarm ausgerufen.
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Linz - Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA in Wien berichtet, gab es bei dem Einsturz keine Verletzten. Der erste Stock des Gebäudes, in dem die Klassen der Grundschule untergebracht waren, soll vorerst gesperrt bleiben. Die Kinder haben bis übermorgen schulfrei. Im unversehrten Erdgeschoss werden die Hauptschüler allerdings weiter die Schulbank drücken.

Das Schulgebäude in Kopfing nahe der bayerischen Grenze bei Passau war 1963 errichtet worden. Der Satteldachbau sei bereits einmal saniert worden, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde. In dem Ort habe es in den vergangenen Tagen extrem viel geschneit.

In Bad Ischl in Oberösterreich wurde eine Schule wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt. In der Dachkonstruktion wurden Risse festgestellt. 300 Schüler und ihre Lehrer mussten das Gebäude aus Sicherheitsgründen verlassen.

Erst gestern war im oberbayerischen Töging am Inn das Dach eines Lebensmittelmarktes eingestürzt. Auch hier kamen die Kunden mit dem Schrecken davon. Die Bundesvereinigung der Prüfingenieure forderte angesichts des Vorfalls, alle öffentlichen Gebäude regelmäßig auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen. Bauminister Wolfgang Tiefensee kündigte an, in Zukunft alle Bundesbauten kontrollieren zu lassen.

In Teilen Ostbayerns haben die Behörden aufgrund der starken Schneefälle der vergangenen Tage derweil Katastrophenalarm ausgerufen. In Niederbayern brachen mehrere Dächer unter der Schneelast ein, teilte die Polizei mit. Mehrere Gebäude mussten evakuiert und gesperrt werden, darunter eine Schule und ein Kindergarten. Besonders angespannt war die Lage in den Kreisen Deggendorf und Passau, die beide den Katastrophenfall ausriefen. Menschen kamen hier nicht zu Schaden.

ala/dpa