Schulskandal: Gewaltvideo an Grundschule gedreht - DER SPIEGEL
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Schulskandal Gewaltvideo an Grundschule gedreht

Wenige Wochen nach dem Massaker von Erfurt ist im Rahmen einer Projektwoche an einer hessischen Grundschule ein Video gedreht worden, auf dem zu sehen ist, wie sich Schüler scheinbar gegenseitig erschießen. Die Kinder waren unter der Obhut eines angehenden Lehrers.
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Bischofsheim - Die Rektorin der Georg-Mangold-Schule, Kristine Nadler, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach Viertklässler der Grundschule in Bischofsheim im Mai unter Aufsicht eines Lehramtsstudenten ein Gewalt-Video gedreht haben. Sie sei entsetzt über den Film, in dem ein Schüler den anderen in den Kopf schießt. Das Video sei im Rahmen einer Projektwoche entstanden und bereits vor Wochen auch Eltern gezeigt worden, hieß es weiter.

Auf einem Foto, das "Bild" in der Ausgabe am Freitag druckt, ist zu sehen, wie ein Schüler mit einer Pistole auf einem am Boden liegenden Jungen zielt. Laut dem Bericht soll es in dem rund eineinhalb Stunden langen Film neben den Gewaltszenen auch sexuelle Anspielungen geben. So hätten sich Jungen mit Wasser gefüllte Luftballons vor den Hosenschlitz gehalten und obszöne Gesten gemacht. Ein Zehnjähriger sei mit den Worten "Wir haben gepoppt" zu hören.

Seit dem Massaker am Erfurter Gutenberg-Gymnasium, als Ende April ein 18-jähriger Ex-Schüler 16 Menschen und sich selbst erschoss, ist es an Schulen immer wieder zu ähnlichen gewaltverherrlichenden Aktionen gekommen. Erst kürzlich wurde der makabere Streich von Zehntklässlern einer Realschule in Hannover bekannt: Die Schulabgänger waren maskiert und mit Spielzeugwaffen und Knallkörpern bewaffnet durch das Gebäude gerannt und hatten Lehrer und Mitschüler in Angst und Schrecken versetzt.