Schwangerenberatung Verzerrtes Bild
Hamburg - Ab Mitte Januar soll in ganzseitigen Anzeigen, Innenstadtplakaten, Radio- und Fernsehspots unter dem Motto "Wir helfen und beraten" weiter massiv geworben werden. Vor allem das Hauptmotiv, eine zweifelnde, nackt zusammengekrümmte Frau, erregt die Gemüter. "Die Hauptbotschaft", soll laut Lehmann sein, "dass die seit Jahrzehnten anerkannte katholische Schwangerschaftsberatung auch nach der Lösung von der gesetzlich geregelten Konfliktberatung im neuen Jahr weitergeht."
Dagegen klagt die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, Maria Elisabeth Thoma, die Werbung vermittele "ein sehr zweifelhaftes Frauenbild". Noch heftiger fiel die Kritik bei anderen Frauenverbänden wie dem Katholischen Deutschen Frauenbund aus: Sie verlangen eine Absetzung der Kampagne. Weil in der Kirche kaum Frauen vertreten sind, komme es "zu derartigen Verzerrungen des Frauenbildes und der Fraueninteressen".
Das Kampagnen-Motiv war im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz von jungen Frauen in der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO entwickelt worden. Ende vergangener Woche entschied Lehmann, die Kampagne wie geplant durchzuführen.