Schwarzarbeit Bill Clinton illegal in Polen?
Warschau - Im Rahmen seiner Vortragsreise durch Europa will Clinton am Donnerstag in Warschau eine exklusive Hörerschaft an seinen Einsichten zur Globalisierung teilhaben lassen. Das Problem: Die Organisatoren hätten die Zuhörer zwar mit Gebühren in Höhe von 7000 Zloty (etwa 3900 Mark) kräftig zur Kasse gebeten, nicht aber die notwendige Arbeitserlaubnis für Clinton besorgt, wie die linksliberale Zeitung "Gazeta Wyborcza" am Mittwoch berichtete
Auch ein Diplomatenpass verschafft Clinton keine Immunität vor dem polnischen Arbeitsrecht. Theoretisch gelten für den einst mächtigsten Mann der Welt die gleichen Vorschriften, die auch gegen ukrainische Schwarzarbeiter auf polnischen Baustellen oder bulgarische Prostituierte auf dem Straßenstrich angewandt werden. Für einen der zuständigen Beamten bei der Arbeitsbehörde offenbar keine leichte Entscheidung: "Ich kann doch nicht einfach den ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten festnehmen und ausweisen!", klagte der irritierte Beamte.