Feuerwehr Geburtshilfe per Telefon
Babyfüße (Symbolbild)
Foto: Arno Burgi/ dpaEine werdende Mutter aus Schwarzenbek in Schleswig-Holstein wählte die 112: Die Geburt ihres Kindes setzte ein, doch sie war allein zu Hause. Zwar alarmierte der Mitarbeiter Rettungswagen, Notarzt und Feuerwehr. Doch das Kind hatte es sehr eilig.
Und so wurde der Mann unfreiwillig zum Geburtshelfer. In den Leitstellen sind Vorgaben für eine einsetzende Geburt hinterlegt - und die arbeitete er offenbar mit Erfolg ab. "Der Mann hat mir das Gefühl von Sicherheit gegeben. Es war sehr beruhigend, mit ihm zu sprechen", sagte die Mutter im Gespräch mit den "Lübecker Nachrichten" .
"Alle unsere Mitarbeiter sind für solche Einsätze geschult", erklärt der Leiter der Leitstelle in Bad Oldesloe, Carsten Horn. Das gelte für Reanimationen und viele andere für Laien schwierige Situationen, natürlich auch für eine einsetzende Geburt. "Solche Einsätze mit einsetzenden Geburten sind eher selten, wenngleich wir schon zwei innerhalb der vergangenen 14 Tage zu verzeichnen hatten", ergänzt Horns Stellvertreter Kai Lichte.
Der Notarzt brauchte nur wenige Minuten bis zum Einsatzort, auch der Rettungsdienst war schnell vor Ort. Doch als sie eintrafen, war der kleine Junge bereits auf der Welt. Rettungsdienst und Notarzt brachten Mutter und Kind in ein Krankenhaus, wo sie nun vom Personal der Wochenbettstation betreut werden. Der Mitarbeiter der Leitstelle gab sich bescheiden und wollte nicht in die Öffentlichkeit. Er ging unmittelbar nach dem Einsatz in seinen wohlverdienten Feierabend und freut sich nun über ein paar Tage Urlaub.