Schwarzes Meer 100 Delfine verenden in Fangnetzen
Bukarest - Rund 20 Kilometer lange Fangnetze trieben an der Stelle, an der die Tiere verendeten: Bei den Netzen handele es sich um international verbotene Typen, erklärte die Grenzpolizei. Türkische Steinbuttfischer hatten sie in der vergangenen Woche ins Wasser geworfen, obwohl dies in rumänische Hoheitsgewässern verboten ist. Zwar schnappte die Küstenwache die illegalen Fischfänger, doch die Netze trieben weiter im Meer. Mehr als 100 Delfine verhedderten sich in ihnen und starben.
Die Behörden gehen davon aus, dass noch weitere Netze mit einer Länge von mindestens 80 Kilometer im Meer treiben, da jeder der sieben türkischen Fischkutter 10 bis 15 Kilometer lange Fangnetze bei sich hatte.
Vor allem türkische aber auch ukrainische Schiffsbesatzungen fischen regelmäßig im Schwarzen Meer illegal nach Steinbutt, Stör und Donauhering und dringen dabei in die rumänischen Hoheitsgewässer ein. In den meisten Fällen können sie unerkannt flüchten.