Schwarzwald Schulbus stürzt Böschung hinab
Waldshut-Tiengen - Ein mit Schülern vollbesetzter Bus ist am Dienstag im Schwarzwald sechs Meter in die Tiefe gestürzt: 16 Kinder und Jugendliche wurden bei dem Unfall in Bonndorf verletzt, wie die Polizei in Waldshut-Tiengen mitteilte. Vier von ihnen seien mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Das Alter und das Geschlecht der Verletzten war zunächst unklar.
Der verunglückte Schulbus: Der Bus wurde von den Bäumen abgebremst
Foto: APDie Kinder kommen mit Knochenbrüchen, Schnittwunden und Prellungen ins Krankenhaus. Die Polizei spricht vom Glück im Unglück: "Wir sind erleichtert - das ist sehr glimpflich abgelaufen", meint Sprecher Paul Wißler. Niemand schwebe in Lebensgefahr. Bis zum Eintreffen der rund 50 Rettungskräfte konnten sich bereits alle Schüler aus dem Bus befreien und die Böschung vom Reichenbächle zur Straße hochklettern.
Etwa 20 Kinder und der Fahrer blieben unverletzt. Per Handy verständigten sie ihre Eltern. Einige von ihnen gingen zu Fuß nach Hause.
Viele Schüler fahren täglich mit dem Linienbus von Bonndorf (Kreis Waldshut) nach Titisee-Neustadt zum Kreisgymnasium Hochschwarzwald oder in eine der gewerblichen Schulen. An der Unglücksstelle auf der Bundesstraße 315 zwischen Bonndorf und Lenzkirch war in der Nacht fünf Zentimeter Neuschnee gefallen.
Auch zum Unfallzeitpunkt um 6.53 Uhr schneite es, die Straße war glitschig. "An der Stelle im Ortsteil Hallschlag ist ein Schattenloch mit viel Schneematsch auf der Fahrbahn", sagt ein Polizist. Ob der Bus zu schnell in die Haarnadelkurve fuhr und ein Fahrfehler Unfallursache war, müsse noch geklärt werden.
Am Mittag hob ein Kran den Bus aus dem Bachbett. Im Einsatz waren Bergwacht, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Wegen der Bergungsarbeiten war die Bundesstraße rund sechs Stunden lang gesperrt. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt.