Schweden Urteil gegen Lindh-Mörder wird überprüft
Stockholm - Der verurteilte Mijailo Mijailovic hatte vor dem Stockholmer Amtsgericht geltend gemacht, dass ihm Stimmen in seinem Kopf befohlen hätten, Lindh zu ermorden. Mit diesem Argument hatte er bei seiner Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Erfolg gehabt. In der Begründung für das einstimmig gefällte Urteil hieß es damals, der heute 26-jährige Angeklagte sei eine "Person mit schweren psychischen Problemen".
Doch mit dem Urteilsspruch will sich keine der Seiten abfinden. Mijailovics Verteidiger forderten, dass der Schuldspruch gegen ihren Mandaten wegen dessen Geisteskrankheit komplett aufgehoben wird. Dagegen wollen die Angehörigen und die Vertreter der Anklage mit ihrem Berufungsantrag eine härtere Strafe durchsetzen.
"Es gibt drei verschiedene Berufungsanträge - vom Staatsanwalt, von Mijailovic und von Lindhs Kindern - die uns dazu gebracht haben, eine Anhörung anzusetzen", sagte Ulrika Ihrfelt vom Obersten Gericht. Der Gerichtstermin soll voraussichtlich im Herbst stattfinden.