Schweiz: Drei Tote nach Erdrutsch - DER SPIEGEL
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Schweiz Drei Tote nach Erdrutsch

Im Schweizer Wallis hat nach heftigen Regenfällen ein gewaltiger Erdrutsch den Grenzort Gondo verwüstet. Dabei sind offenbar mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, 18 Personen werden noch vermisst.
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Bern/Brig/Sitten - Die Schlamm- und Geröllmassen wälzten sich nach Augenzeugenberichten gegen 10.30 Uhr mitten durch das südlich des Simplon-Passes gelegene Dorf Gondo und rissen rund acht Häuser mit. "Innerhalb von fünf Sekunden ist das halbe Dorf abgerutscht", sagte Rolf Gruber vom Zollamt Gondo im Schweizer Fernsehen. Offizielle Angaben zu Toten lagen zunächst nicht vor. Zuvor hieß es jedoch, dass mindestens drei Menschen ums Leben gekommen seien.

Am Abend wurden immer noch 18 Menschen vermisst. Drei Dorfbewohner wurden leicht verletzt geborgen. Ob sich alle Vermissten zum Unglückszeitpunkt wirklich im Dorf aufhielten, konnte die Walliser Kantonspolizei zunächst nicht sagen. Die Rettungskräfte mussten ihre Arbeit am Abend nach erneuten Regenfällen aus Sicherheitsgründen vorübergehend einstellen. Der ganze Hang oberhalb des Dorfes sei in Bewegung, hieß es.

Die Rettungstrupps hatten die Unglücksstelle im oberen Teil der zunächst völlig von der Außenwelt abgeschnittenen Gemeinde am Mittag erreicht. Ihnen bot sich ein Bild der Verwüstung. Gondo wurde von den Helfern unter Einsatz von zwei Hubschraubern innerhalb weniger Stunden vollständig evakuiert. Zum Zeitpunkt des Unglücks hätten sich rund 100 Menschen im Dorf befunden, erklärte die Kantonspolizei.