Schweiz: Lawine tötet drei Menschen - DER SPIEGEL
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Schweiz Lawine tötet drei Menschen

Erinnerungen an Galtür werden wach: Drei Skifahrer sind bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Parsenn bei Davos ums Leben gekommen - darunter ein Deutscher. Ein vierter Verschütteter konnte leicht verletzt geborgen werden.
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Davos/Innsbruck - Die Polizei suchte bis zum Abend mit 100 Helfern und vielen Hunden nach den Lawinenopfern. Die Lawine ging im Skigebiet Parsenn-Weissfluhjoch im so genannten Meierhof Tälli kurz nach 12 Uhr nieder. Der Sohn des deutschen Opfers wurde am frühen Nachmittag von einem Lawinenhund geortet und konnte lebend aus den Schneemassen befreit werden. Er wurde mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Davos geflogen. Ob sich die Lawine von selbst löste oder durch Skifahrer verursacht wurde, stand zunächst nicht fest.

Im Bezirk Kitzbühel wurden beim Abgang mehrerer Lawinen 45 Urlauber auf zwei Tiroler Almen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Touristen sollten im Laufe des Tages vom Bundesheer ausgeflogen werden, wie die Polizei der österreichischen Nachrichtenagentur APA zufolge mitteilte. Die Urlauber auf der Fischbachalm und der Griesener Alm wurden angewiesen, die Gebäude nicht zu verlassen. In dem betroffenen Gebiet war am Wochenende laut Polizei rund ein Meter Schnee gefallen.

Ein 15-jähriger deutscher Snowboarder wurde unterdessen in den österreichischen Alpen im Bezirk Kufstein vermisst. Ihn hatten seine Eltern am Sonntag bei einer Talabfahrt am Tiroler Unterberg in Kössen aus den Augen verloren. Nachdem die Eltern ihren Sohn selbst nicht finden konnten, übernahm die Bergrettung die Suche. Zwei ebenfalls vermisste Niederländerinnen brachten sich auf einer Hütte bei Brixen in Sicherheit. Sie hatten im Anschluss an einen Skikurs die Orientierung verloren. Die Lawinengefahr ging in Tirol am Montag auf die Stufe drei der fünfteiligen Gefahrenskala zurück. Die Experten des Lawinenwarndienstes warnten allerdings vor Steilhängen. Skitouren sollten auf mäßig steiles Gelände beschränkt bleiben.