Schweiz: Rettungskräfte stellen Suche nach Vermissten ein - DER SPIEGEL
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Erdrutsch in der Schweiz Rettungskräfte stellen Suche nach Vermissten ein

Die Hoffnung ist erloschen: Zwei Tage nach dem riesigen Bergsturz in der Schweiz gibt die Polizei die Suche nach acht vermissten Wanderern auf.
Rettungskräfte im Bondasca-Tal
Rettungskräfte im Bondasca-Tal

Rettungskräfte im Bondasca-Tal

Foto: Gian Ehrenzeller/ dpa
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Die Einsatzkräfte in der Schweiz haben ihre Suche nach acht vermissten Bergwanderern - unter ihnen vier Deutsche - nach dem riesigen Bergsturz bei Bondo beendet. "Man hat alles Mögliche ausgeschöpft, um diese Vermissten zu finden", sagte Polizeisprecherin Sandra Scianguetta von der Kantonspolizei Graubünden in Chur der Deutschen Presse-Agentur. "Man hat jetzt entschieden, dass die Suche nach den Vermissten aufgegeben wird."

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Schweiz: Bergsturz in Graubünden

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Die Helfer hatten keine Hoffnung mehr gehabt, die Wanderer in dem völlig verwüsteten Gebiet noch lebend zu finden. Etwa vier Millionen Kubikmeter Fels waren dort zu Tal gedonnert und hatten sich im Bondasca-Tal viele Meter hoch aufgetürmt. Die Entscheidung für ein Ende der Suche sei angesichts der seit Mittwoch verflossenen Zeit und der Gefahr für die Einsatzkräfte getroffen worden, erläuterte Polizeisprecherin Scianguetta.

Von den Deutschen, zwei Österreichern und zwei Schweizern fehlt jedes Lebenszeichen, seit sie am Mittwoch von dem Felssturz am 3369 Meter hohen Piz Cengalo überrascht wurden. Mehr als hundert Rettungskräfte suchten mit Hubschraubern, Infrarotkameras, Handyortungsgeräten und Suchhunden das Tal, das sich vom Piz Cengalo nach Bondo schlängelt, nach Spuren der Bergwanderer ab.

Am Freitag rutschten bei einem zweiten Murgang neue Massen an Geröll und Schlamm in das Bondasca-Tal und den dort liegenden Ort Bondo. Nach dem ersten Bergrutsch zurückgekehrte Einwohner seien daher aus Sicherheitsgründen erneut fortgebracht worden, erklärte die Kantonspolizei.

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Fachleute hatten vor diesem zweiten Bergsturz gewarnt. Der Geologe Andreas Huwiler vom Graubündner Amt für Wald und Naturgefahren schloss auch weitere Murgänge nicht aus. "Die größte Gefahr ist, wenn es in der Gegend mehrere Tag lang heftig regnet oder gewittert", sagte er der "Neuen Zürcher Zeitung". "Unter diesen Umständen rechnen wir mit weiteren Murgängen."

Auch wenn so große Bergstürze wie am Mittwoch sehr selten vorkommen, sind Experten sicher, dass der Klimawandel die Steinschlaggefahr in den Alpen erhöht. Der Fels wird instabil, wenn Permafrost auftaut und Gletscher zurückgehen. Beides haben Forscher des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung in Davos seit Jahren dokumentiert.

abl/dpa