Schweiz Sechs Tote bei Lawinenunglück
Lauterbrunnen - Die Soldaten hätten sich heute Morgen auf der Normalroute für den Aufstieg zur Jungfrau befunden, sagte der Einsatzleiter der Rettungsstation Lauterbrunnen, Rene Feuz. Auf einer Höhe von rund 3800 Metern habe sich um kurz vor 10 Uhr vermutlich Neuschnee der vergangenen Tage gelöst und die beiden Seilschaften mitgerissen. Die sechs Männer seien über eine steile Bergflanke mehrere hundert Meter tief ins Rottal abgestürzt. Sie hätten nur noch tot geborgen werden können.
Weitere Bergsteiger, die Richtung Jungfrau unterwegs waren, wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Von ihnen sei niemand verletzt worden, sagte der Einsatzleiter. Er sprach von einem sehr schlimmen Unfall, wie er ihn noch nie erlebt habe.
Ein Sprecher der Schweizer Luftrettung sagte, die sechs Toten und acht weitere Rekruten, die den Unfall hätten mit ansehen müssen, seien per Helikopter geborgen worden. Die Schweizer Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass Rekruten für ein Manöver in der Region unterwegs seien.
Die Ursache des Unglücks stand zunächst nicht fest. Feuz erklärte, es stehe nicht fest, ob die sechs Betroffenen von einer Lawine mitgerissen worden seien, oder ob es sich um einen Absturz handelte. Sicher sei, dass nach den tiefen Temperaturen der vergangenen Tage in der Region für die Jahreszeit viel Schnee liege.
jdl/AP/AFP