Schweiz Sechs Tote bei Tunnelunglück
Chur - Beide Fahrzeuge und ein weiteres Auto brannten komplett aus, starker Rauch erschwerte die Rettungsarbeiten. Die Polizei vermutet, dass vier Menschen erstickt und zwei verbrannt sind. Eine weitere Person sei schwer verletzt, fünf leicht verletzt worden. Ob und wie viele Tote aus dem Bus oder dem Auto stammen, ist nicht bekannt - sie wurden bisher noch nicht identifiziert.
Der Unfall ereignete sich auf der San-Bernardino-Route südlich von Chur im Kanton Graubünden. Der zweispurige Tunnel entspricht nach Behördenangaben den neuesten Sicherheitsstandards. Beide Fahrspuren sind allerdings nicht getrennt.
In dem Reisebus war eine Eishockey-Mannschaft aus dem Tessin unterwegs. Der Trainer des Teams, Fernando Mozzini, sagte der Nachrichtenagentur AP, der Bus sei frontal in das Auto gefahren, das auf der falschen Spur gefahren sei. Er vermutet, dass das Auto einem auf der Straße liegenden Gegenstand ausgewichen sei. Nach dem Zusammenprall sei der Wagen gegen die Wand geprallt und in Flammen aufgegangen.
Die Passagiere des Busses seien aus dem Bus zum Nordausgang des 742 Meter langen Tunnels geflohen. Vier oder fünf Explosionen seien zu hören gewesen, sagte Mozzini. Die Polizei sperrte die Autobahn 13 in beiden Richtungen. Bis Freitag soll die Sperrung nach Behördenangaben andauern.
Das schwerste Tunnelunglück in der Schweiz ereignete sich im Jahr 2001 im Gotthard-Tunnel, als zwei Lastwagen zusammenprallten und elf Menschen ums Leben kamen.
reh/dpa