Schweiz Wanderergruppe unter Schlammlawine begraben
Grindelwald - Der Schlamm löste sich oberhalb von Grindelwald durch die heftigen Regenfälle. Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern in Thun gab am Sonntagabend bekannt, dass bei dem Erdrutsch mindestens drei Menschen ums Leben gekommen sind. Eine größere Wandergruppe sei in die Schlammlawine geraten.
Heftige Regenfälle haben am Sonntag in weiten Teilen der Schweiz zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Zahlreiche Flüsse führten Hochwasser und traten über die Ufer. Vor allem in der Ostschweiz mussten Straßen gesperrt werden, was zu langen Staus führte. Die Bündner Berge präsentierten sich am ersten Augustsonntag sogar im Winterkleid. Nach Mitteilung der Autoclubs wiesen die Pässe Flüela und Albula am Sonntagmorgen schneebedeckte Fahrbahnen auf.
Der starke Regen betraf vor allem den östlichen Alpennordhang, von der Innerschweiz über Glarus bis Graubünden. Wie der Meteorologe Stefano Zaninini mitteilte, fielen innerhalb von 24 Stunden etwa in Vaduz bis zum Sonntagnachmittag 89 Liter Regen pro Quadratmeter, in St. Gallen 78 und in Glarus immer noch 67 Liter. Überschwemmungen und Erdrutsche waren die Folge. Mehrere Keller wurden überschwemmt und mussten ausgepumpt werden. Bei der Autobahnraststätte Heidiland in Maienfeld trat der Mühlbach über die Ufer und überschwemmte wie im Mai 1999 die A13, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte.
Auch die Schweizer Autobahn A3 von Zürich nach Sargans wurde überschwemmt und konnte nur einspurig befahren werden. Im St. Galler Rheintal musste die Straße Altstätten - Kriessern wegen Hochwassers ganz gesperrt werden.
Im Kanton Graubünden führten mehrere Erdrutsche und Hochwasser zu Verkehrsbehinderungen. Im Schanfigg verschüttete ein Erdrutsch zwischen Castiel und St. Peter die Straße Chur-Arosa. Sie konnte am späteren Nachmittag wieder befahren werden.