Schweizer Botschafter: Frau zu sexy, Partys zu wild - DER SPIEGEL
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Schweizer Botschafter Frau zu sexy, Partys zu wild

Mit seiner Frau Shawne Fielding ist der Schweizer Botschafter Thomas Borer Mittelpunkt der Berliner Society. Besonders seine Gattin sorgt für Furore. Nun aber ist Borer selbst durch Äußerungen in die Schusslinie geraten und wurde von Bern gemaßregelt.
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Bern - Thomas Borer hatte den Unmut seiner Vorgesetzten mit dem Auftritt in einer Schweizer Satiresendung hervorgerufen. Mit einem Bild seiner Frau Shawne Fielding auf dem Schoß von Scorpions-Sänger Klaus Meine konfrontiert, unterstellte Borer dem Sänger flapsig, er sei schwul. Später entschuldigte sich der 43-Jährige bei Meine. "Bei Herrn Borer droht die Gefahr, dass die Diplomatie zu einem Zweig der Unterhaltungsindustrie verkommt", regte sich der Parlamentsabgeordnete Hans Zbinden auf.

Der Schweizer Außenminister Joseph Deiss habe den Senkrechtstarter unter den Schweizer Diplomaten aufgefordert, "Medienauftritte künftig gezielter" auszuwählen, teilte das Departement für Auswärtige Angelegenheiten mit. Die Öffentlichkeitsarbeit sei so zu gestalten, "dass keine unerwünschten Auswirkungen auf die Rolle und Aufgabe der Schweizer Diplomatie" entstünden.

Der Botschafter und seine 31-jährige Frau, eine Ex-Miss Texas, machten seit ihrem Umzug nach Deutschland immer wieder mit ihren Auftritten bei Partys von sich reden. Die Botschaftergattin - oft in gewagten Kleidern - steht immer im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Borer wird wegen seines lockeren Stils geschätzt. Besonderes Aufsehen hatten Borer und seine Gattin im vergangenen Jahr erregt, als der Botschafter sich zu einer Party als "Herbst" und sie sich als Schneeprinzessin verkleidete.