Schwert-Überfall Amokläufer in Psychiatrie eingewiesen
Stuttgart - Der Haftrichter entschied heute, dass der junge Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Die Vernehmung des Täters habe Hinweise darauf gegeben, dass er psychische Probleme habe, sagte ein Polizeisprecher. "Er hat unter anderem angegeben, dass er mit Gott gesprochen habe", erläuterte der Sprecher. In der Klinik werde der Täter zunächst bis zum Beginn des Strafverfahrens bleiben.
Der aus dem Großraum Stuttgart stammende Mann hatte am Sonntag mit einem mehr als einem Meter langen Schwert in einer evangelisch-methodistischen Kirche im Stuttgarter Ortsteil Zuffenhausen wahllos auf die Besucher eines Gottesdienstes eingeschlagen, eine 43 Jahre alte Frau starb. Eine andere Kirchgängerin und ein Mann hatten zunächst durch schwere Hieb- und Stichverletzungen in Lebensgefahr geschwebt, sind inzwischen jedoch auf dem Weg der Besserung. Einem weiteren Mann hatte der Täter eine Hand abgetrennt. Motiv der Bluttat soll nicht erwiderte Liebe sein.
Der Täter hatte nach Polizeiangaben in der Kirche bereits vor Ostern durch aggressives Verhalten Aufsehen erregt. Während des am Sonntag von rund 65 Tamilen besuchten Gottesdienstes kam es durch die erneute Anwesenheit des Täters zu einem Tumult, in dessen Verlauf der Täter auf die Umstehenden mit seinem Schwert einhieb. Er war zudem mit einer Pistole bewaffnet, die er jedoch nicht benutzte.