Südtirol Sechs Tote bei Lawinenunglück
Helfer mit Spürhunden
Foto: Str/ dpaBei einem schweren Lawinenunglück im Südtiroler Ahrntal sind mindestens sechs Wintersportler ums Leben gekommen. Die Lawine hatte sich am Samstagvormittag auf dem Schneebigen Nock gelöst, dem mit 3358 Meter zweithöchsten Berg der Rieserfernergruppe. Sie soll 150 Meter breit und 300 Meter lang gewesen sein.
Die Rettungskräfte suchten am Samstagnachmittag auf über 3000 Metern Höhe nach möglichen weiteren Vermissten.
Polizeihauptmann Alessandra Faletti sagte dem italienischen Fernsehsender RAI, zur Zeit des Unglücks seien 15 Menschen auf dem Berg gewesen. Laut der "Tiroler Tageszeitung" seien zwei Österreicherinnen geborgen worden. Nach Berichten italienischer Medien wurde die eine ins Krankenhaus von Bruneck gebracht. Ihr Zustand sei allerdings nicht kritisch. Die andere Frau stehe noch unter Schock und wurde in einem Hotel in dem Südtiroler Dorf Rein in Taufers untergebracht. Die Ortschaft dient auch als Stützpunkt für die Rettungsaktion.
Zu den Verletzten kursieren unterschiedliche Zahlen. Während die Polizei von vier Verletzten spricht, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa, dass nur eine Person zu Schaden kam und acht weitere Alpinisten unverletzt blieben.
Die Suchtrupps waren unter anderem mit Helikoptern und Spürhunden im Einsatz. "Nur selten gibt es Einsätze von einem solchen Ausmaß", sagte Rafael Kostner vom Bergrettungsdienst Aiut Alpin, der die Flüge der Rettungshubschrauber koordinierte. Mittlerweile hat sich die Wetterlage verschlechtert, was den Einsatz weiter erschwert.