Seebeben: Japan hebt Tsunami-Warnung wieder auf - DER SPIEGEL
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Seebeben Japan hebt Tsunami-Warnung wieder auf

Mehrere Stunden nach einem starken Seebeben hat Japan seinen Tsunami-Alarm wieder aufgehoben. Nach Behördenangaben besteht für die Izu-Inseln südlich von Tokio keine Gefahr mehr durch die gefährlichen Flutwellen. Statt einer Monsterwelle schwappte eine 30-Zentimeter-Woge an den Strand.
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Tokio - Die japanische Behörde für Meteorologie erklärte, es habe den Alarmzustand zwei Stunden nach dem Beben der Stärke 6.8 für beendet erklärt. Laut dem Fernsehsender NHK lag das Hypozentrum der Erdstöße etwa zehn Kilometer unter dem Meeresboden des Pazifiks, rund 200 Kilometer vor der Küste der Präfektur Chiba. Es habe sich um 7.11 Uhr mitteleuropäischer Zeit ereignet.

Die Warnung hatte sich auf die Izu-Inseln, 200 Kilometer südlich von Tokio bezogen. Die Meteorologische Behörde hatte gewarnt, als Folge der seismischen Aktivität könnten sich kleinere Flutwellen von bis zu 50 Zentimetern bilden, welche die Izu-Inseln treffen könnten. "Wir haben eine Tsunami-Warnung herausgegeben, damit die Menschen sich nicht der Küste nähern", hatte Yoshinori Takahashi, Leiter des Katastrophenschutzes auf der Izu-Insel Oshima, gesagt.

Doch nur an der Insel Miyake wurde ein Mini-Tsunami registriert, dessen Höhe 30 Zentimeter betrug. Über Verletzte oder Sachschäden in Folge des Bebens lagen zunächst keine Informationen vor.

Am 26. Dezember hatte das stärkste Erdebeben seit 40 Jahren im Indischen Ozean Flutwellen von bis zu zehn Metern Höhe ausgelöst. Bei der Flutkatastrophe in Südasien kamen mehr als 175.000 Menschen ums Leben.