Schneefall, Lichterketten und Feststimmung lassen am brandenburgischen Haussee Mitte November noch auf sich warten, doch der laut zuverlässigen Quellen vom fernen Nordpol angereiste Weihnachtsmann hat keine Zeit zu verlieren. Mit Solarboot statt Schlitten legt er in Himmelpfort an, um in der dortigen Weihnachtspostfiliale mit mehreren Helfern Wunschzettel zu beantworten. Das Versenden der Briefe hat in der Uckermark Tradition. 1984 brachte es dort eine Postmitarbeiterin nicht übers Herz, zwei von Kindern an den Weihnachtsmann adressierte Briefe zurückzusenden – sie antwortete selbst.
Inzwischen ist das Weihnachtsbriefgeschäft von der Post professionell organisiert, Zweigstellen gibt es in ganz Deutschland. Zuschriften an das Christkind werden etwa im nordrhein-westfälischen Engelskirchen angenommen, Nikolaus und Knecht Ruprecht betreiben in St. Nikolaus im Saarland ein eigenes Postamt. Die populärste Adresse bleibt jedoch Himmelpfort, wo im vergangenen Jahr rund 300.000 Wunschzettel aus aller Welt eingingen – darunter allein 12.000 aus China.