Die Corona-Bilder der Woche Jeder Schüler mit Schutzschild und Maske
Made of plastic, it's fantastic: Marcio Rodrigues trägt eine Maske aus wiederverwertbaren Flaschen, Dosen und Kartons. Der brasilianische Modefotograf lebte 20 Tage in Quarantäne, diese war am 11. April in Belo Horizonte verhängt worden. Sollte die Quarantäne noch länger dauern, hat Rodrigues schon eine weitere Idee - er möchte einen Anzug aus Müll basteln.
Heimtraining: Einen Boxsack im Garten zu haben, kann während der Corona-Pandemie für Ablenkung sorgen - und fit halten. Der 17 Jahre alte Gerard aus dem nordirischen Belfast posiert hier für ein Foto.
Farbenfroh: In Kempen haben Anwohner Regenbögen auf das Kopfsteinpflaster gemalt. Vielleicht hilft die farbenfrohe Gestaltung beim Einhalten des Mindestabstands. Oder sie macht einfach etwas Freude.
Schulterschluss: Ein junger Mann spaziert mit seiner Ziberkatze über einen menschenleeren Markt im indonesischen Jakarta. Wegen der steigenden Corona-Todesfälle verhängte die Regierung strenge Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.
Sorgenfrei: Der Schluck aus dem Fläschchen ist dem kleinen Kind sicherlich wichtiger als das, was auf dem TV-Schirm zu sehen ist. Seine Eltern dürfte viel eher interessieren, was Präsident Emmanuel Macron den Franzosen in der Coronakrise verkündet: Eine weitere Woche mit harten Ausgangssperren.
Fitness für Fortgeschrittene: "Don't try this at home", also "machen Sie das bitte nicht einfach zu Hause nach" lässt sich in Zeiten von Corona nicht mehr so sagen. Wo denn, wenn nicht zu Hause? Trotzdem sollten Ungeübte beim Heimtraining nicht unbedingt die Übung nachturnen wollen, die Moulin-Rouge-Tänzerin Mathilde in Paris ganz entspannt auf ihrer Küchenzeile präsentiert.
Fitness für Fortgeschrittene II: Wer kann, trainiert nicht auf der Küchenzeile, sondern nutzt die Dachterrasse. Ein Luxus, der in New York, USA, nicht jedem zuteil wird.
Tele-Food: Im britischen Muthill desinfiziert Susan Crawford eine Telefonzelle. Diese wird von den Nachbarn des Viertels als Sammelstelle für Lebensmittel benutzt.
Auto-Messe: Christoph Knoll, Pfarrer in der Thomaskirche, feiert auf dem Messegelände in Erfurt den Ostergottesdienst. Wegen des Coronavirus bleiben die Gotteshäuser momentan geschlossen.
Eine der Sportarten, die auch in Zeiten des Social Distancing betrieben werden können: das Surfen. Dieses Bild entstand am Narrawallee Beach an der australischen Ostküste.
Ausgegrenzt: Dieser Jugendliche befindet sich zusammen mit anderen Straßenkindern nahe der senegalesischen Hauptstadt Dakar in Quarantäne. Seit der Corona-Pandemie und den von der Regierung erlassenen Kontaktverboten haben sie es noch schwerer, um Lebensmittel und Geld zu betteln.
Der 35-jährige Lehrer Marzio Toniolo hat seit Beginn der Ausgangsperre in Norditalien über das Leben seiner Familie in San Fiorano berichtet. Hier schminkt er sich als Clown, um seine zweijährige Tochter zu überraschen, die den Zirkus liebt.
Piano Man: Auf einem Parkplatz in Hongkong spielt ein junger Mann Klavier. Die Corona-Not machte eine Klavierschule der Stadt erfinderisch. Um weiterhin unterrichten zu können, mietete sie drei Lastwagen und lässt den Unterricht vor den Türen der Schüler abhalten.
Jeder für sich: Auch an der Copacabana in Rio de Janeiro gilt Social Distancing.
Ponylaufen: In Peking führt eine Frau ihr Pony durch die Straßen der Großstadt spazieren.
Nicht ohne meinen Mundschutz: Auch die Carabinieri, die per Hubschrauber über Rom kreisen, wollen sich und andere vor einer Infektion schützen.
Applaus für einen Veteranen: Ermando Armelino Piveta ist 99 Jahre alt und hat im 2. Weltkrieg gekämpft. Nun hat der Brasilianer auch Covid-19 überstanden.
Applaus ist nicht alles: Ein Bild kann nur eine vage Ahnung davon geben, was die 27-jährige Krankenpflegerin Mathilde Dumont in den vergangenen Tagen und Wochen erlebt hat. Sie arbeitet im Ixelles Hospital in Brüssel auf einer Intensivstation, die nur Covid-19-Patienten aufnimmt. Was sie und Ermando Armelino Piveta sich wohl zu erzählen hätten, wenn sie sich treffen würden?
Hilferuf: Sanitäter und Feuerwehrleute aus Glen Burnie, US-Bundesstaat-Maryland, sprechen mit einer Frau, die einen medizinischen Notruf gesendet hat.
Distanzlos: Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen drängen sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mit Begleitern in einem Fahrstuhl. Nach der Veröffentlichung des Fotos auf Twitter gab es viel Kritik, weil sich im Lift niemand an die geltenden Abstandsregeln in der Coronakrise hielt.
Verkaufen verboten: Polizisten vertreiben eine Frau von den Straßen Quitos. Sie hatte Obst verkauft, obwohl das auf den Straßen der Stadt wegen des Coronavirus nicht erlaubt ist.
One Man Standing: Dieser Mann steht in Lansing in Michigan auf einem Auto, um gegen die verhängten Ausgangssperren wegen der Corona-Pandemie zu protestieren. Er gehört zu einer konservativen Organisation in dem US-Bundesstaat.
Asche zu Asche: Auf dem Friedhof San Vicente in Cordoba, Argentinien, schaufelt ein Totengräber die Erde. Als Vorsichtsmaßnahme wegen des Coronavirus werden in der Stadt sechs- bis siebenmal mehr Gräber als normal gegraben. Das teilte der Pressesekretär der Gewerkschaft der Arbeiter und Angestellten von Cordoba, Damián Bizzi, mit.
Staub zu Staub: Angehörige und Mitglieder der Kirche trauern auf dem Harmony-Friedhof in Seat Pleasant, Maryland, um Bischof James N. Flowers Jr. Er starb an den Folgen des Coronavirus.
Schutzlos: Tagelöhner und Obdachlose mit Atemmasken warten am Ufer der Yamuna, eines Nebenflusses des Ganges. Indien hat wegen der Coronakrise eine strikte Ausgangssperre verhängt - die viele Menschen hart trifft. Die Polizei organisiert nun teilweise Busse in die Heimatdörfer und -städte der Arbeitslosen.
Schutzschild: Mit Masken und Gesichtsschildern nehmen buddhistische Mönche am Religionsunterricht in Bangkok teil. Wegen der Reisebeschränkungen bleiben etwa 200 Novizenmönche in der Klosterschule des Molilokayaram Educational Instituts.
Ein bisschen Spaß muss sein: Der New Yorker Kinderarzt Greg Gulbransen scheint während einer Videosprechstunde jemanden aufzuheitern. Der Mediziner versucht nach einem positiven Coronavirus-Test, seine Patienten bestmöglich weiter zu betreuen.