Serienausbrecher Bogner: Lebenslang für Gärtnermörder - DER SPIEGEL
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Serienausbrecher Bogner Lebenslang für Gärtnermörder

Immer wieder ist dem Bankräuber Christian Bogner die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Bei seinem achten Ausbruch tötete er einen Landschaftsgärtner aus Eutin, um dessen Identität anzunehmen. Nun wurde Bogner zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.
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Lübeck - Das Landgericht Lübeck verurteilte den 50-jährigen Angeklagten heute wegen Mordes. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Bogner noch am Tag seiner Flucht aus dem Lübecker Gefängnis im Oktober 2004 den Gärtner in der Lüneburger Heide nahe Salzhausen umgebracht hat.

Die Richter erkannten auf eine besondere Schwere der Schuld, wie es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Damit kann der Rest der lebenslangen Haftstrafe nicht automatisch nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Den Anklägern zufolge hatte der Angeklagte bereits vor seiner Flucht gezielt nach einem Doppelgänger gesucht, ihn mit Hilfe seines 48-jährigen Bruders gefunden, den Arbeitslosen dann mit einem angeblichen Jobangebot geködert und erdrosselt.

Der Vorsitzende Richter bescheinigte Bogner eine "fulminante Verteidigungsrede in eigener Sache". Er sagte: "Es war fast wie in einem amerikanischen Prozess." Dennoch sei das Gericht von der Schuld Bogners im Sinne der Anklage überzeugt. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte hatte sich im Prozess als moralisch verantwortlich für den Tod des Gärtners Engelbert Danielsen bezeichnet, einen Mord aber energisch bestritten. Der Angeklagte hatte außerdem behauptete, er sei psychisch krank. Eine Gutachterin kam aber zur entgegengesetzten Auffassung.

Bogner saß unter anderem wegen Betrugs, schweren Raubes und Geiselnahme schon 25 Jahre im Gefängnis. Ihm war neben sieben Ausbrüchen aus Gefängnissen und Haftkliniken auch schon die Flucht aus einem Gerichtssaal gelungen.

Der Bruder des Hauptangeklagten wurde wegen Beihilfe zum Mord und Gefangenenbefreiung zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

str/AP/ddp/dpa/AFP

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