Seuche Erneut Todesfall wegen Vogelgrippe
Bangkok - Der Tod eines weiteren Menschen an der Vogelgrippe ist in Vietnam bestätigt worden. Tests hätten bei einem 18-Jährigen eine Infektion mit dem Erreger H5N1 aufgezeigt, teilten die Behörden am Montag mit. Er wurde damit das neunte Opfer der Seuche in Vietnam. In Thailand starben bisher zwei Menschen an der Krankheit. Eine Bestätigung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht im jüngsten Fall allerdings noch aus.
Die Geflügelpest grassiert inzwischen in zehn asiatischen Ländern. Millionen Hühner wurden deshalb bereits getötet. Bei Menschen ist die Krankheit bislang nur in Vietnam und Thailand aufgetreten. Die WHO untersucht noch, ob inzwischen auch eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch möglich ist.
Aus fünf chinesischen Regionen wurden unterdessen weitere Verdachtsfälle von Geflügelpest bei Hühnern gemeldet. Auch in der entlegenen Provinz Xinjiang im äußersten Nordwesten soll die Krankheit erstmals aufgetreten sein. Dies teilten die Behörden mit.
Beobachtern zufolge lässt dies auf eine enorme Ausbreitung schließen. Xinjiang liegt mehr als 2000 Kilometer von der südlichen Region Guangxi entfernt, wo die Seuche in der vergangenen Woche erstmals festgestellt wurde.
Betroffenen sind den Behördenangaben zufolge ferner die Provinz Zhejiang südlich von Schanghai, die südliche Provinz Yunnan an der Grenze zu Vietnam, die zentrale Agrarprovinz Henan sowie die Region Hubei, in der schon vorher ein Fall von Geflügelpest aufgetreten war. Eine Bestätigung der fünf jüngsten Verdachtsfälle stand zunächst noch aus.