Seuchenterror Milzbrand-Brief in Chile aufgetaucht
Santiago de Chile - Mitarbeiter eines privaten Kurierdienstes seien Mitte vergangener Woche auf den Umschlag aufmerksam geworden, weil der Brief zwar mit einer Schweizer Briefmarke und einem Stempel der Stadt Zürich versehen gewesen sei, als Absender aber eine Adresse im US-Bundesstaat Florida angegeben war. Die tatsächliche Herkunft des Briefes war deshalb zunächst unklar. Erste Angaben von Gesundheitsministerin Michelle Bachelets waren so interpretiert worden, der Brief stamme aus den USA.
Die Mitarbeiter des Kurierdienstes in Santiago, dessen Name geheim gehalten wurde, hätten den Umschlag nicht geöffnet und in einer Plastiktüte verpackt den Behörden übergeben, sagte die Ministerin weiter.
Die Personen, die mit dem Brief in Kontakt gekommen waren, stünden unter medizinischer Überwachung. Anzeichen für eine Infektion gebe es bisher nicht, sagte die Ministerin weiter. Erste Tests waren positiv ausgefallen, für eine endgültige Bestätigung wurde eine Probe des Inhalts jetzt an das US-Zentrum für Seuchenkontrolle in Atlanta geschickt.
In Südamerika hat es seit den Terroranschlägen in New York und Washington bereits mehrmals falschen Alarm wegen Milzbranderregern gegeben.