Sexualstudie US-Teenager können warten
Washington - 1995 hatten 55 Prozent der männlichen Teenager im Alter von 15 bis 19 Jahren bereits Sex gehabt, 2002 waren es nur noch 46 Prozent. 91 Prozent benutzten dabei nach ihren Angaben Verhütungsmittel. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Bericht der "Washington Post" eine Studie der US-Regierung.
Bei den weiblichen Befragten der gleichen Altersgruppe gaben demnach 47 Prozent an, sexuelle Erfahrungen gesammelt zu haben. Auch bei den Mädchen war die Tendenz im Vergleich zur vorherigen Erhebung rückläufig.
Erstmals seit 1973, dem Beginn der Erhebung "Nationale Studie zum Familienwachstum", gaben 2002 mehr Mädchen als Jungen an, Sex zu haben. 83 Prozent der weiblichen Jugendlichen schützten sich ihren Angaben zufolge mit Verhütungsmitteln. Für die Studie wurden den Angaben zufolge 3000 Jugendliche in Vier-Augen-Gesprächen befragt.
Der Sprecher der US-Kampagne zur Verhinderung von Teenager-Schwangerschaften, Bill Albert, wertete das Ergebnis insgesamt als positiv. "Die Daten zeigen deutlich, dass Teenager vorsichtiger mit Sex geworden sind. Das ist eine wirkliche Veränderung." Die USA haben dennoch eine der höchsten Geburtenraten bei Teenagern in der westlichen Welt.
In den USA gibt es seit geraumer Zeit eine heftige Debatte über die Wirksamkeit und den Sinn einer Kampagne der Regierung von US-Präsident George W. Bush, die Jugendliche zu sexueller Abstinenz bewegen soll. 2005 will die Regierung dafür 170 Millionen Dollar ausgeben.