Shell: Alle 165 Geiseln in Nigeria frei - DER SPIEGEL
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Shell Alle 165 Geiseln in Nigeria frei

Nach fünf Tagen haben bewaffnete Jugendliche in Nigeria 165 Mitarbeiter des Shell-Konzerns auf freien Fuß gesetzt, die sie als Geiseln genommen hatten. Alle Geiseln seien unversehrt, hieß es.
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London - Nach Shell-Angaben handelte es sich bei den Geiselnehmern um 30 militante Jugendliche vom Stamm der Ijaw. Nach Verhandlungen mit dem Konzern hatten sie am Mittwochabend zugesagt, ihre Gefangenen im Laufe des folgenden Tages freizulassen. Im Gegenzug willigte Shell ein, mit Lokalpolitikern über die Forderungen der Geiselnehmer zu verhandeln. Es geht ihnen um Arbeitsplätze sowie um "Kompensation" für das von Shell in der Region geförderte Erdöl. Unter den Geiseln befanden sich 20 Ausländer, darunter sieben US-Bürger und fünf Briten.

Shell ist die größte multinationale Ölfirma, die in dem westafrikanischen Staat operiert. Im Südosten des Landes wird etwa die Hälfte der täglichen Ölfördermenge durch die Anlagen des Konzerns gewonnen. Die Region erzielt mit ihren Erdöleinnahmen etwa 90 Prozent der Deviseneinnahmen des Landes. Die in diesem Bereich liegenden sechs nigerianischen Bundesländer besitzen jedoch landesweit die schlechteste Infrastruktur.