Shuttle-Absturz: Nase der "Columbia" entdeckt - DER SPIEGEL
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Shuttle-Absturz Nase der "Columbia" entdeckt

Die Nasa hat die Suche nach Trümmern des verunglückten Spaceshuttle nun bis Kalifornien ausgedehnt. Möglicherweise gingen dort Teile der "Columbia" nieder, die neue Aufschlüsse über die Ursache des Unglücks erlauben. US-Präsident Bush versicherte vor der heutigen Trauerfeier: "Amerikas Reise ins All geht weiter."
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Washington/Houston - Die Raumfähre "Columbia" hat bei ihrem Absturz über dem Süden der USA einen breiten Trümmerstreifen hinterlassen. Die Bergungsmannschaften entdeckten bereits 12.000 Stücke des zerborstenen Shuttles, an sieben verschiedenen Orten wurden zudem Leichenteile gefunden.

Inzwischen ist auch die Nase der "Columbia" gefunden worden. Das weit gehend unversehrte Metallteil landete in einem Wald im Osten von Texas. Gerade dieses Teil könnte bei der Aufklärung der Unglücksursache besonders wertvoll sein. Die Ermittler erhoffen sich von der Untersuchung neue Erkenntnisse über die physikalischen Kräfte, die dazu geführt haben, dass das Shuttle auseinander brach.

Die Behörden weiteten inzwischen die Suche nach Trümmerteilen bis nach Arizona und Kalifornien aus - denn beim Überqueren dieser Regionen begannen die Probleme der "Columbia", und die Nasa erhofft sich von Fundstücken aus dem Westen besonders aufschlussreiche Erkenntnisse zur Unglücksursache.

Unterdessen bereiten sich Familienangehörige und Freunde der verunglückten Astronauten auf die Trauerfeier vor, zu der auch US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura in Houston erwartet werden. Bush bekannte sich vor der Gedenkfeier im Johnson Space Center zur Fortsetzung der bemannten Raumfahrt.

Bush wollte bei der Gedenkveranstaltung die persönliche Leistung jedes einzelnen Astronauten würdigen. Auch Nasa-Verwaltungschef Sean O'Keefe, mehrere Regierungsmitglieder und Abgeordnete sowie der ehemalige Senator und Astronaut John Glenn werden an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Schäden am Hitzeschild der linken Tragfläche gelten bislang als wahrscheinlichste Ursache der Katastrophe, doch sind die Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen.

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