Siamesische Zwillinge: Komplikation nach der Trennung - DER SPIEGEL
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Siamesische Zwillinge Komplikation nach der Trennung

Nach der erfolgreichen Trennung der siamesischen Zwillingsmädchen aus Guatemala, die am Kopf zusammengewachsen waren, gab es Komplikationen. Die kleine Maria Teresa musste erneut operiert werden.
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Los Angeles - Bei einem fast fünfstündigen Eingriff im Universitätskrankenhaus in Los Angeles wurde eine Blutansammlung unter der Kopfhaut der einjährigen Maria Teresa behandelt, berichtete der US-Nachrichtensender CNN. Die Zwillingsschwestern liegen nach den Operationen auf der Intensivstation und sind an Beatmungsgeräte angeschlossen.

Die Ärzte beschrieben den Zustand der Mädchen als stabil. Sie werteten es als ein gutes Zeichen, dass sich die kleinen Patientinnen bewegen. Allerdings könne erst in einer Woche abgeschätzt werden, ob der Eingriff bleibende Gehirnschäden verursacht habe oder nicht.

Die siamesischen Zwillinge waren am Dienstag in einer 20-stündigen Operation erfolgreich getrennt worden. Nur wenige Stunden später traten jedoch bei Maria Teresa Komplikationen auf. Dies sei jedoch nicht unerwartet, hatte der stellvertretende Leiter des Klinikums, Michael Karpf erklärt.

Der neuerliche Eingriff ändere nichts an der Einschätzung, dass die Operation insgesamt erfolgreich war, sagte Karpf. Nach Angaben der Ärzte stehen Maria Teresa und Maria de Jesus Quiej-Alvarez weitere Operationen bevor, um die Schädel zu richten und ihnen eine natürliche Kopfform zu geben.

Derweil wartet im US-Bundesstaat Texas ein weiteres siamesisches Zwillingspaar auf eine Operation. Die einjährigen Jungen Ahmed und Mohamed sind an der Oberseite des Kopfes zusammengewachsen. Der leitende Arzt, Kenneth Salyer, sagte im texanischen Fernsehen, der Fall der Zwillinge aus Ägypten sei wesentlich komplizierter als der von Maria de Jesus und Maria Teresa. Die Chancen auf ihre erfolgreiche Trennung seien "gering".