Sibirien: Deutsche bei Busunglück getötet - DER SPIEGEL
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Sibirien Deutsche bei Busunglück getötet

Beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Lastwagen sind in Westsibirien mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter offenbar sechs Deutsche. Auch in St. Petersburg kam es zu einem schweren Unfall: Hier starb ein deutscher Tourist, als ein Bus mit einem Lkw kollidierte.
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Moskau - Der Unfall ereignete sich heute Morgen um 4.53 Uhr Ortszeit unweit des Dorfes Jurgamysch im Gebiet Kurgan im Westen Sibiriens. Auf der Strecke Kurgan - Tscheljabinsk rasten ein mit 34 Passagieren besetzter Mercedes-Reisebus und ein Lastwagen ineinander.

Beide Fahrer seien bei dem Zusammenstoß in dichtem Nebel ums Leben gekommen, berichtet die Internetzeitung "UralPolit.Ru" unter Berufung auf einen Sprecher des Ministeriums für Notlagen. Sechs Menschen starben demnach am Unfallort, drei weitere im Krankenhaus. Unter den Toten sollen sich auch Kinder befinden. 25 Passagiere wurden nach offiziellen Angaben verletzt, darunter einige so schwer, dass sie im Krankenhaus intensiv behandelt werden müssen. Mitarbeiter von Rettungsdienstes und Polizei befinden sich noch am Unfallort. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sich die Zahl der Todesopfer noch erhöht, heißt es aus dem Ministerium.

Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der Lastwagen auf der falschen Fahrspur unterwegs gewesen sei. Der Fahrer des Lkw der Marke Volvo sei auf dem Weg von Krasnojarsk nach Nischnij Nowgorod vermutlich am Steuer eingeschlafen und habe dadurch den Unfall verursacht, heißt es bei "UralPolit.Ru".

Die Identität der aus Deutschland stammenden Businsassen ist bisher ungeklärt. Nach vorläufigen Angaben handelte es sich bei den Opfern um Aussiedler, die ihre alte Heimat besuchen wollten. Der russische Internet-Informationsdienst "Regnum" berichtet, die Grenzpolizei stelle eine Passagierliste zusammen. Der Stellvertretende Gouverneur des Bezirks Kurgan, Aleksandr Buchtojarow, habe sich mit der deutschen Botschaft und dem russischen Außenministerium in Verbindung gesetzt, so "Regnum".

Ein weiterer Unfall ereignete sich in Sankt Petersburg: Hier kollidierte ein Bus mit deutschen Touristen auf der Strecke zwischen Stadtzentrum und Flughafen ebenfalls mit einem Lastwagen. Dabei sei ein Deutscher getötet worden, teilte der örtliche Zivilschutz mit. 15 verletzte Touristen wurden in Krankenhäuser gebracht.

Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am heute Morgen die Busunfälle. Über die Opferzahl machte ein Sprecher aber keine Angaben. Man sei mit den russischen Behörden und den zuständigen Konsulaten in Jekaterinburg und St. Petersburg in Kontakt. Weitere Details nannte der Sprecher noch nicht.