Sibirien Heftige Explosion in Bergwerk
Kiseljowsk - Wie die russische Nachrichtenagentur "Ria Nowosti" berichtet, ereignete sich die Explosion um 13.30 Uhr Ortszeit im Schacht Nr. 12 der Stadt Kiseljowsk, etwa 3000 Kilometer östlich von Moskau. Zur Zeit des Unglücks befanden sich 132 Arbeiter in der Grube, teilte ein Sprecher des Katastrophenministeriums, Viktor Beltsow, mit. 4 von ihnen seien verletzt, 2 gelten noch als vermisst. 11 Bergleute hätten sich in unmittelbarer Nähe zum Explosionsort befunden, so Beltsow. Man habe bereits sieben Rettungsmannschaften an den Unfallort entsandt, so der Sprecher.
Tödliche Unfälle in russischen Bergwerken sind keine Seltenheit. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat der Mangel an öffentlichen und privaten Investitionen zu immensen Sicherheitsmängeln in den Minen geführt.
Erst im Februar waren mehr als 20 Bergleute bei einer Explosion in der Kemerowo-Region ums Leben gekommen. Einer der folgenschwersten Unfälle ereignete sich im April 2004, als 47 Arbeiter einer Kohlenmine in derselben Region durch eine Methangas-Explosion starben.