Sicherheitslücke: Flughafen-Angestellte schmuggeln Rauschgift - DER SPIEGEL
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Sicherheitslücke Flughafen-Angestellte schmuggeln Rauschgift

In Sydney ist der Albtraum vieler Flugpassagiere wahr geworden. Ihr Gepäck wurde für den Drogenschmuggel missbraucht – und zwar keineswegs von geschäftstüchtigen Kleindealern, sondern von Angestellten des Flughafens.
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Sydney - Gravierende Sicherheitsmängel und organisiertes Verbrechen beunruhigen die Fluggäste im australischen Sydney. Wie die Zeitung "The Australian" unter Berufung auf einen flughafeninternen Bericht schreibt, haben sich Angestellte des Terminals als Drogenkuriere betätigt, indem sie das Rauschgift im Gepäck der Passagiere an der Zollkontrolle vorbeischmuggelten. Außerdem stünden Gepäckarbeiter im Verdacht, die Fluggäste "in großem Stil" bestohlen zu haben.

Aber nicht nur die Gepäckarbeiter, auch Angestellte des Luft-, Reinigungs- und Sicherheitspersonals werden bezichtigt, in die kriminellen Machenschaften verwickelt zu sein. Von 500 Sicherheitsbeamten am Flughafen seien 39 wegen schwerer und weitere 39 Personen wegen leichter Vergehen verurteilt worden.

Die aufgedeckten Sicherheitsmängel schüren die Angst vor Terror-Anschlägen. Dem "Australian" zufolge stammt die Mehrzahl der Gepäckarbeiter aus dem Nahen Osten. Einige von ihnen hätten Verbindungen zu "fanatischen" religiösen Gruppen oder seien Mitglieder in Banden, die in Gruppenvergewaltigungen und Diebstahl verwickelt sind. "Wer Drogen in das Gepäck von Passagieren schmuggeln kann, der kann das auch mit explosiven Stoffen tun", zitiert ABC Online den Oppositionssprecher Robert McClelland.

Der australische Verkehrsminister John Anderson dementiert eine drohende Terror-Gefahr, räumt aber ein, dass mehr gegen kriminelles Verhalten an Flughafen von Sydney getan werden müsse.