Sicherheitsmängel: Atomunfall in Japan - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Sicherheitsmängel Atomunfall in Japan

In Japan gab es schon wieder einen Zwischenfall in einer Atomanlage. In einem Tokioter Atomkraftwerk brach ein Feuer aus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tokio - Der Brand in einem Turbinen-Gebäude des Kraftwerks ist nach Angaben der japanischen Betreibergesellschaft jedoch rasch wieder gelöscht worden. Nach 20 Minuten sei das Feuer aus gewesen, teilte ein Sprecher der Gesellschaft Chugoku Electric Power in Tokio mit. Radioaktivität sei bei dem Zwischenfall in der Anlage in der südwestjapanischen Präfektur Shimane nicht freigesetzt worden. Auch habe keine Notwendigkeit bestanden, den 820.000-Kilowatt-Reaktor der Anlage abzuschalten.

Die 51 Atomkraftwerke Japans sorgen für ein Drittel des Energiebedarfs des Landes. Die Atomindustrie Japans ist wegen angeblich mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen wiederholt in die Kritik geraten. Schwerster bekannt gewordener Zwischenfall war der Atomunfall in der Wiederaufarbeitungsanlage Tokaimura 1999. Zu dem Unfall war es gekommen, als Arbeiter unsachgemäß mit angereichertem Uran hantierten. Zwei Arbeiter wurden getötet.