INTERNET Sie haben Post
Jede zweite E-Mail, die zurzeit über das Internet verschickt wird, ist eine unerwünschte Werbe-E-Mail, Spam genannt. Privatpersonen und Firmen kostet das Aussortieren des Werbemülls Zeit und Geld. Aus diesen Gründen verabschiedeten die Parlamente in Großbritannien und Italien nun Gesetze, die Spammern das Leben schwerer machen sollen. In Großbritannien ist das Verschicken von Spam an Privatpersonen ab dem 11. Dezember illegal. Wer es trotzdem wagt, kann vor Gericht gestellt und zur Kasse gebeten werden. Höhere Instanzen können Bußgelder in jeder beliebigen Höhe verhängen. In Italien ging der Gesetzgeber noch einen Schritt weiter. Dort ist das Versenden von Spam eine Straftat, die mit maximal drei Jahren Haft geahndet werden kann. Sollte Deutschland die EU-Richtlinie über die »Verarbeitung personenbezogener Daten« bis zum 31. Oktober umsetzen, wird Spammern auch hier ihr Geschäft erschwert. Die Richtlinie sieht vor, dass das Verschicken von Werbemails nur noch nach Einwilligung des Empfängers erlaubt ist. Der Großteil der Werbemails stammt allerdings aus den USA, und dort ist die Regierung weit davon entfernt, Spammern das Leben schwer zu machen.