Knapp am Wärmerekord vorbei Mehr als 16 Grad an Silvester gemessen
Spaziergängerin Freiburg (Baden-Württemberg)
Foto: Patrick Seeger/ dpaIn Deutschland war es am Sonntag vielerorts fast frühlingshaft warm - doch der Rekord wurde nach ersten Erkenntnissen knapp verfehlt. Am Silvestertag im Jahr 1961 wurden noch höhere Temperaturen gemessen. Nach vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) war es in Offenbach im badischen Rheinfelden am Silvester-Nachmittag mit 16,1 Grad am wärmsten.
Der Rekord liegt jedoch bei 17 Grad, die 1961 in Müllheim bei Freiburg gemessen wurden. Die endgültige Auswertung der Silvester-Temperaturen liege aber erst am Dienstag vor, sagte ein DWD-Meteorologe.
Im Schnitt habe die Temperatur 2017 bei 9,6 Grad Celsius gelegen. Damit liegt das Jahr 1,4 Grad über dem langjährigen und international gültigen Vergleichswert zwischen 1961 bis 1990. Im Vergleich zum Zeitraum 1981 bis 2010 ist es im Schnitt 0,7 Grad wärmer gewesen. 2017 zählt damit zu den acht wärmsten Jahren seit Beginn der regelmäßigen Messungen 1881.
Die tiefste Temperatur des Jahres wurde am 7. Januar mit minus 26,3 Grad im bayerischen Reit im Winkl gemessen. Am wärmsten war es am 22. Juni in Trier-Petersberg in Rheinland-Pfalz. Damals wurden 37,2 Grad gemessen. Ausgewertet wurden Daten von rund 2000 Messstationen des Deutschen Wetterdiensts.
Insgesamt sei 2017 geprägt gewesen von Unbeständigkeit und Wetterextremen wie den Orkanen "Xavier" und "Herwart" oder einer plötzlichen Rückkehr des Frostes im April.
Orkantief: Die Spuren des Sturms
Unaufhörlicher Regen setzte Berlin und Teile Brandenburgs im Juni unter Wasser. Fußgänger standen knöcheltief im Wasser, Keller und U-Bahnhöfe liefen voll. Auch in Bremen und Niedersachsen war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Vier Wochen später kam schon der nächste Ausnahmezustand, diesmal erwischte es auch den Süden. Wegen umgestürzter Bäume wurden Bahnstrecken gesperrt. Es gab mehrere Tote.