Silvesterfeiern: Samoa und Neuseeland begrüßen 2014 - DER SPIEGEL
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Silvesterfeiern weltweit Hier ist bereits 2014!

Strandparty in Neuseeland, Bambuskanonen in Samoa: Einige Länder haben das Jahr 2013 bereits hinter sich gelassen. Auf den Philippinen verletzten sich schon vor dem Jahreswechsel 260 Menschen mit Silvesterknallern.
Silvesterfeiern weltweit: Hier ist bereits 2014!
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Silvesterfeiern weltweit: Hier ist bereits 2014!

Foto: JASON REED/ Reuters
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Bangkok - Für Milliarden Menschen auf der Welt hat das neue Jahr bereits begonnen. Mehr als 15.000 Kilometer östlich von Deutschland feierten auf den Line Islands gut 8000 Inselbewohner um 11 Uhr MEZ das neue Jahr, ebenso der Pazifikstaat Samoa. Es ist erst das dritte Mal, dass die Samoaner unter den ersten Neujahrsbegrüßern sind. Das Land wechselte 2011 auf die andere Seite der Datumsgrenze.

Eine Stunde später lief der Countdown in Auckland, Neuseeland - auf einem riesigen Display am 328 Meter hohen Sky-Turm. Die Organisatoren schütteten für die Silvesterparty vier Tonnen Sand in der Innenstadt auf. Auckland hat 1,5 Millionen Einwohner. Nach heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen in den vergangenen Tagen spielte gerade rechtzeitig auch das Wetter mit, es gab laue Sommertemperaturen.

Die Line Islands gehören mehrheitlich zum Inselstaat Kiribati. Früher verlief die internationale Datumsgrenze, die sich am 180. Längengrad orientiert, mitten durch Kiribati. Der westliche Teil war immer einen Tag voraus. 1995 wurde die Datumsgrenze an dieser Stelle verschoben, so dass Kiribati seitdem ein einheitliches Datum hat.

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Foto: JOHN MACDOUGALL/ AFP

In Samoa wird Silvester ganz westlich mit großen Neujahrsbällen und Privatpartys gefeiert. In ländlichen Regionen sind aber keine Knallkörper und Tischfeuerwerk gefragt, sondern faga'ofe, selbstgemachte Kanonen aus zwei Meter langen Bambusstöcken. Sie werden mit Kerosin gefüllt und erhitzt. Nachbarn halten Wettbewerbe ab, wer am lautesten feuern kann.

Samoa ließ 2011 den 30. Dezember ausfallen. Das ganze Land stellte die Uhren 24 Stunden vor und begrüßt das neue Jahr deshalb nicht mehr als Schlusslicht, sondern als eines der Ersten. Der Grund: Samoa hat enge Beziehungen zu Australien und Neuseeland und wollte in derselben Datums- und Zeitzone wie die Handelspartner agieren.

Zwei Stunden später (14 Uhr) hob ein ohrenbetäubender Chor von 1,6 Millionen Zuschauern am Hafen von Sydney zum gemeinsamen Countdown an. Um Punkt Mitternacht startete ein zwölfminütiges Feuerwerk für insgesamt 6,8 Millionen australische Dollar (4,4 Millionen Euro).

Viele Menschen hatten sich ihre Plätze schon am Abend zuvor gesichert und verteidigten ihr Areal auf den besten Rasenflächen mit Decken und Kühltaschen. Um 16 Uhr MEZ vollzog sich der Jahreswechsel in Japan, wo viele Menschen traditionell in diesen Tagen zu Tempeln pilgern. Um 17 Uhr MEZ stand auf den Philippinen das Einläuten des neuen Jahres an.

In Indonesien - wo um 18 Uhr MEZ der Jahreswechsel nach dem christlichen Kalender anstand - warnten Behörden in der Hauptstadt der streng islamischen Provinz Aceh die Bewohner vor Silvesterpartys auf der Straße: Diese seien eine Sünde.

Hunderte Verletzte auf Philippinen

Schon vor dem Jahreswechsel haben sich auf den Philippinen mehr als 260 Menschen durch Silvesterknaller verletzt. Unter den Opfern war nach Angaben der Behörden vom Dienstag auch ein Achtjähriger in der zentralen Stadt Cebu, dem ein Böller eine Hand wegriss. In den letzten zwölf Stunden bis Mitternacht seien pro Stunde 50 bis 80 Verletzungen zu befürchten, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Auf den 100 Millionen Einwohner zählenden Philippinen wird das neue Jahr traditionell besonders laut begrüßt. Zum katholisch geprägten Volksglauben zählt es, die bösen Geister mit großem Getöse zu vertreiben. Vielfach werden die Warnungen der Behörden in den Wind geschlagen. So wurden im vergangenen Jahr zwei Kinder von Freudenschüssen getötet.

cte/dpa/AFP

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