Singapur Schweizer droht Prügelstrafe wegen Graffiti-Aktion
Singapur - Der wegen Graffiti-Schmierereien in Singapur angeklagte Oliver F. versucht, die hohe Kaution zusammenzubringen, um aus der Untersuchungshaft zu kommen. Die Schweizer Botschaft steht in Kontakt mit dem Mann und leistet konsularischen Schutz, wie ein Sprecher am Montag in Singapur sagte. Oliver F. droht die Prügelstrafe, wenn er verurteilt wird. Der 32-jährige Schweizer soll nachts in ein U-Bahn-Depot eingebrochen sein und Waggons mit Graffiti besprüht haben.
Botschaftsmitarbeiter wollten den Mann am Montag im Gefängnis besuchen, sagte der Sprecher, wenn er bis dahin die Kaution in Höhe von 100.000 Singapur-Dollar (59.000 Euro) nicht hinterlegt habe und auf freiem Fuß sei. Die Botschaft habe dem Mann auch Adressen von Anwälten besorgt. Diplomaten wollen als Beobachter an dem Verfahren teilnehmen, das am 21. Juni beginnt. Eingaben zugunsten des Angeklagten gebe es nicht. "Wir können uns nicht in laufende Gerichtsverfahren einmischen", sagte der Sprecher.