Sizilien Mehrere Tote bei Schiffskollision
Hamburg - Über 80 Passagiere seien verletzt worden, mindestens fünf von ihnen schwer, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Behördenkreise. Bei den Opfern handele es sich um Besatzungsmitglieder der Fähre Segesta Jet, die von Reggio Calabria unterwegs nach Messina war. Zwei der Toten wurden auf der Kommandobrücke gefunden, zwei weitere unter Deck. Die Verletzten seien in Krankenhäuser in Kalabrien auf dem Festland und auf Sizilien transportiert worden.
Das Unglück ereignete sich am frühen Abend, als viele Pendler vom italienischen Festland nach Sizilien zurückfuhren. Wie es zu dem Zusammenstoß in der Straße von Messina kam, ist noch unklar.
Die Brücke des Tragflächenboots sei vollständig zerstört worden. Die Schnellfähre der italienischen Staatsbahn hatte 130 Menschen an Bord.
Der Frachter habe zum Zeitpunkt der Kollision in der Meerenge navigiert, teilte das Hafenbüro in Messina mit. Das 130 Meter lange Frachtschiff, das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fuhr, sei mit zehn Besatzungsmitgliedern unterwegs gewesen und habe Container transportiert, hieß es .
Die Einsatzkräfte retteten mehrere Menschen, die über Bord gegangen waren, andere seien zwischen Trümmern eingeklemmt gewesen, viele bluteten, hieß es. Unter den Fahrtgästen brach nach dem Unglück Panik aus. "Ich habe einen heftigen Knall gehört und bin drei Meter nach vorne geschleudert worden. Ich dachte, ich würde sterben", sagte eine 20-jährige Italienerin, die leicht verletzt wurde. Küstenwacht und Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz, um eventuell weitere eingeklemmte Passagiere zu finden.
bri/AP/dpa