Skandinavien Mehrere Menschen sterben bei Unwetter
Überflutung in Göteborg: In Südschweden waren 80.000 Haushalte ohne Strom
Foto: BJOERN LARSSON ROSVALL/ AFPOslo/Kopenhagen/Stockholm - Schwere Unwetter haben in Skandinavien vermutlich vier Menschen das Leben gekostet und den Verkehr teilweise zum Erliegen gebracht. In Norwegen werden zwei Mitarbeiter eines Filmteams vermisst, deren Boot am Vorabend bei Egersund an der Südwestküste bei orkanartigem Sturm mit bis zu 20 Meter hohen Wellen gekentert war, wie die Nachrichtenagentur NTB am Montag berichtete. Ein Mann ertrank bei einem weiteren Bootsunglück bei Leirvik. In Bergen wurde ein Spaziergänger von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Im südlichen Teil Schwedens waren nach dem Sturm etwa 80.000 Haushalte ohne Strom, wie der Rundfunksender SR berichtete. In Dänemark mussten wegen des Unwetters die Brücken über den Großen Belt sowie über den Öresund nach Schweden mehrere Stunden gesperrt werden. In den drei Ländern kam der Bahnverkehr teilweise zum Erliegen.
Auch außerhalb Skandinaviens führten Stürme zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. In Polen wehte ein Sturm am frühen Montagmorgen mit Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde. Der Fährverkehr nach Schweden musste eingestellt werden. In Danzig konnten Flugzeuge teilweise nicht landen. Im ganzen Land stürzten Bäume um und beschädigten Hochspannungsleitungen. Rund 130.000 Menschen waren am Montagmorgen ohne Strom, wie der Radiosender Tok FM berichtete.