Skurrile Zottel-WM Windmühle im Bart
Hesel - Rund hundert Männer mit besonders dekorativen Bärten haben sich heute im ostfriesischen Hesel bei Leer zu den Internationalen Deutschen Bartmeisterschaften getroffen. Schnurr- und Vollbartträger sowie Männer mit Kinn- und Backenbärten aus acht Nationen traten zum Vergleich an. Viele hatten dafür Stunden vor dem Spiegel zugebracht und dosenweise Haargel verbraucht.
Der Heseler Bartclub richtete die Meisterschaften erstmals aus und behielt schließlich zwei der Pokale für erste Plätze in Ostfriesland: Manfred Janßen überzeugte mit seinem "Dali", Udo Fritzsche mit seinem "kaiserlichen" Kinn- und Backenbart. Der erste Platz für die "China-Variante" ging an den Briten Ted Sedman. Sieger in der Kategorie "Englisch" wurde der Berliner Lutz Giese, der fröhlich-erleichtert sagte: "Ich hab's geschafft!"
Im "Freistil"-Kinn- und Backenbart setzte sich der Weltmeister 2005, Willi Chevalier aus Baden-Württemberg, mit einer Dreifachwelle durch. Bei den frei zu gestaltenden Vollbärten lag schließlich der Ostbayer Helmut Huck vor dem Baden-Württemberger Elmar Weißer. Die Erst- bis Drittplatzierten erhielten am Abend Holz-Leuchttürmchen mit bronze-, silber- und goldfarbenen Schnurrbärten daran. Jurymitglieder waren vier Friseure, die örtliche Erntekönigin, ein Vertreter der Samtgemeinde sowie der Nachtwächter von Jever.
ffr/AP