kurz & krass Falsch verbunden
Alkohol-Testgerät: Promille messen ja, telefonieren nein.
Foto: dapdEin Betrunkener hat bei einer Polizeikontrolle versucht, mit dem Alkoholmessgerät zu telefonieren. Mehr Verständnis hatten Beamte in Schwerin mit einem Mann, der zu schnell fuhr und sich auch von mehreren Streifenwagen nicht stoppen ließ. Die kuriosesten Meldungen der vergangenen Tage. Klicken Sie sich durch!
Hallo? Jemand da?
Coburg - Ein von der Polizei gestoppter Betrunkener hat in Coburg versucht, mit einem Alkohol-Testgerät zu telefonieren. Der 41-Jährige sei derart benebelt gewesen, dass er das Testgerät für ein Handy gehalten und einen Anruf probiert habe, sagte eine Polizeisprecherin. Der Radfahrer war am frühen Morgen aus dem Verkehr gezogen und zu einem Test aufgefordert worden.
"Er konnte aber weder mit dem Alkomat telefonieren noch hineinblasen", sagte die Sprecherin. Daher sei der Betrunkene ins Krankenhaus zur Blutentnahme gebracht worden.
Dumm gelaufen
Hamburg - Ein dringendes "Geschäft" am falschen Ort hat einen 26-Jährigen in Hamburg ins Gefängnis gebracht. Der junge Mann urinierte direkt vor dem Revier der Bundespolizei am Hauptbahnhof und wurde dabei von einer Überwachungskamera gefilmt, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Beamten schnappten den "Wildpinkler" und verhängten ein Verwarngeld. Als der Mann dieses nicht bezahlen konnte, wurden seine Personalien überprüft.
Dabei stellten die Polizisten fest, dass der 26-Jährige schon seit Monaten per Haftbefehl gesucht wurde. Er war ohne Führerschein gefahren und hatte die verhängte Strafe von 660 Euro nicht beglichen. Die Beamten nahmen den Mann fest - er muss nun für 60 Tage hinter Gitter.
Streit über Katze eskaliert
Sydney - Nach einem Streit über eine ungezogene Katze hat ein Mann in Australien seine Schwester mit dem Auto überfahren. Das Tier hatte auf seinen Computer gepinkelt. Aus Wut trug der 21-Jährige die Katze daraufhin in sein Auto, um sie auszusetzen. Seine 19 Jahre alte Schwester, die Katzenbesitzerin, stellte sich dem Auto in den Weg und wurde überrollt. Sie erlitt schwere Verletzungen an Rücken, Bein und Lunge. Beim Gerichtsprozess bekannte sich der Mann der Körperverletzung schuldig, wie australische Medien berichteten. Das Gericht verurteilte ihn zu einem Jahr Fahrverbot. Die Geschwister sollen sich wieder versöhnt haben.
Gefängnisinsasse flüchtet mit Brudertrick
Brüssel - Zwei Brüder haben in Brüssel mit einem Rollentausch die Wachleute eines Gefängnisses überlistet. Während sein Bruder für ihn nach dem Haftbesuch in die Zelle zurückgekehrt sei, habe ein 23 Jahre alter Häftling unerkannt durch das Haupttor des Gefängnisses türmen können, meldete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
Erst am nächsten Morgen konnte der einem Zeitungsbericht zufolge wegen Drogenhandels und Hehlerei bis 2022 verurteilte Flüchtige aufgegriffen werden. Sein Bruder muss nun auch mit einer Strafe rechnen. Es war bereits der zweite Ausbruch aus dem Gefängnis Saint-Gilles binnen einer Woche.
Ungebremste Vaterfreuden
Schwerin - Ein werdender Vater ist nicht einmal für die Polizei auf die Bremse getreten: Die Schweriner Beamten lieferten sich mit dem Mann eine wilde Verfolgungsjagd, wie eine Polizeisprecherin sagte.
Der Fahrer war zuvor einer Streife aufgrund seiner zu hohen Geschwindigkeit aufgefallen. Die Versuche, den Temposünder zu stoppen, blieben ohne Erfolg. Auch durch die weiteren, als Verstärkung angeforderten Streifenwagen ließ sich der Raser nicht beirren. Erst vor den Türen des Krankenhauses stoppte er seine Fahrt, um seine hochschwangere Frau in die Hände der Ärzte zu übergeben. Eine Strafe erhielt der kurz darauf frisch gebackene Papa übrigens nicht, da er seine Verkehrssünden laut Polizei im "emotionalen Ausnahmezustand" begangen hatte.
Zwei Tonnen Mist aus Kirche entsorgt
Stockholm - Reinigungskräfte in Schweden haben etwa zwei Tonnen Taubenkot aus einem Kirchturm entfernt. Über drei Jahrzehnte lang konnten die Vögel ungehindert durch eine versehentlich offen gelassene Luke ein- und ausfliegen und ihr Geschäft verrichten. Der Gebäudeverwalter in der Stadt Gävle sagte, die Exkremente seien im Laufe der Zeit zu einer 30 Zentimeter dicken Schicht zusammengewachsen.
Insgesamt 160 Säcke mit Taubenkot seien aus dem Turm geschleppt worden. Der Mist in der 170 Kilometer nördlich von Stockholm gelegenen Kirche Heliga Trefaldighets war im Mai bei einer Inspektion entdeckt worden. Die Luke habe vermutlich seit den achtziger Jahren offen gestanden, hieß es.