Slacklining extrem: Balanceakt in 3770 Metern Höhe - DER SPIEGEL
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Balanceakt: Auf zweieinhalb Zentimetern über dem Abgrund

Foto: DPA/ GERALD KIENAST

Slacklining extrem Balanceakt in 3770 Metern Höhe

Zweieinhalb Zentimer breit ist der Gurt, auf dem Slackliner kurze Strecken zurücklegen. Eine moderne Form des Seiltanzes, die Michael Kemeter zum Extremsport macht: Er spannte sein Band in Österreich am Großglockner auf - in schwindelerregender Höhe und bei eisigen Temperaturen.
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Wien - Der Gang dauerte rund zwei Minuten. Eine kurze Zeit, doch für Michael Kemeter wird sie sich wie eine halbe Ewigkeit angefühlt haben. Kemeter ist Slackliner, eine moderne Form des Seiltanzes, bei der ein Gurtband aufgespannt wird, auf dem dann gelaufen oder sogar gesprungen wird.

Gewöhnlich spannen die Trendsportler ihre Gurte zwischen zwei Bäumen im Park auf. Das ist Kemeters Sache nicht: Der 23-Jährige balancierte in einer Höhe von 3770 Metern. Er hatte mithilfe von zwei Freunden den Gurt über der Palaviccini-Rinne am Großglockner aufgespannt.

Kemeter wandelte mit freiem Oberkörper und barfuß auf dem zweieinhalb Zentimeter breiten Gurt. Wie die österreichische Nachrichtenagentur apa berichtet, brachte Wind von bis zu 30 Kilometern in der Stunde die Slackline zum Schwingen, zudem schneite es, der Gurt war leicht vereist. Doch Kemeter, der gesichert war, schaffte die 45 Meter lange Strecke.

"Es war für mich etwas Besonderes, der erste Mensch zu sein, der in diesen Sphären Spuren hinterlassen hat", sagte Kemeter der apa.

Kemeter, der aus der Steiermark stammt, begann vor zwei Jahren mit dem Slacklining. Nach seinen Angaben hat er seither sieben Weltrekorde aufgestellt, darunter die längste Slackline (86 Meter) und zuletzt die längste Überquerung einer Wasserfläche (160 Meter) über den Grünen See in seiner Heimat im Mürztal.

bim

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