Sommer in Deutschland: Bruno lebt... - DER SPIEGEL
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Sommer in Deutschland Bruno lebt...

...und heizt uns ein. Ein Hoch mit dem Namen des erschossenen Bären sorgt derzeit für schönstes Badewetter. Allerdings trüben in Norddeutschland Saugwurmlarven den Badespaß. Und andernorts hat Bruno kriminelle Energien freigesetzt. In Pankow etwa zerlegten Jugendliche ein ganzes Freibad.
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Hamburg - Was für Aussichten: Am Wochenende wird in Deutschland kaum eine Wolke zu sehen sein, vielerorts steigen dank Bruno die Temperaturen weit über 20 Grad. Ideales Badewetter also und das bei idealen Badebedingungen. Trotz der wochenlangen Hitze hat die Wasserqualität nach Behördenangaben unter den anhaltend heißen Temperaturen kaum gelitten. So hat etwa in Bayern nur eines der 228 offiziellen EU-Badegewässer bei der jüngsten Routinekontrolle die Grenzwerte für Krankheitserreger überschritten. Auch aus anderen Bundesländern meldet man fast perfekte Badebedingungen.

Allerdings tummeln sich in vielen Binnengewässern im östlichen Schleswig-Holstein Saugwurmlarven, sogenannte Zerkarien. Sie können in die Haut der Badenden eindringen und juckende, aber prinzipiell ungefährliche Pusteln auslösen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Kiel. Betroffen seien vor allem flache Uferzonen.

Ein Besuch des Freibades Pankow in Berlin wurde gestern aus einem anderen Grund zum Abenteuer: Dort haben rund 200 Jugendliche dermaßen randaliert, dass die Polizei es komplett räumen und schließen musste. Die Jugendlichen hatten Absperrseile und Halterungen an Sprungtürmen sowie Rutschen aus den Verankerungen gerissen und ins Schwimmbecken geworfen. "Die Anweisungen des Personals ignorierten sie komplett", teilte die Polizei heute mit. Nun ermitteln Beamte unter anderem wegen Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Im fränkischen Landkreis Coburg hat die Bärenhitze ein paar Diebe zu einem ungewöhnlichen Verbrechen verleitet. Wie die Polizei heute mitteilte, verschwand gestern aus einem Garten in der Ortschaft Wiesenfeld ein Schwimmbecken. Der knapp fünf Meter große, runde Pool besteht aus einem Stangengerüst, das mit Folie überzogen ist.

Die Diebe waren mit dem Ablassen von mehreren Hektolitern Wasser und dem Abbau des Pooles einige Zeit beschäftigt, erklärte die Polizei. Einige Indizien weisen darauf hin, dass sie dabei allerdings gestört wurden: Am Tatort ließen sie Einstiegsleiter und eine Bodenfolie zurück.

str/ddp /AP/dpa