Sonnenschein: Hoffnung in Mosambik - DER SPIEGEL
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Sonnenschein Hoffnung in Mosambik

Sonniges Wetter hat die Hilfseinsätze der internationalen Organisationen in Mosambik erleichtert. Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) traf zu einem eineinhalbtägigen Besuch in der Hauptstadt Maputo ein.
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Maputo - Die Straßen im Süden des Landes, die bei den heftigen Regenfälle in den vergangenen Tagen überschwemmt wurden, waren am Samstag wieder befahrbar. Die mosambikanische Regierung und die Hilfsgruppen sagten, Nahrungsmittel und andere Güter würden nun sehr schnell ausgeliefert. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul informierte sich in der Hauptstadt Maputo über die aktuelle Lage.

"Wir konnten die Hauptregionen versorgen und bei dem guten Wetter planen wir, auch die entlegeneren Gebiete zu erreichen", sagte die Sprecherin des UN-Welternährungsprogramms, Lindsey Davies. Die Hilfen erreichten die Bevölkerung bisher aus der Luft. Da jedoch die eingesetzten Hubschrauber nur wenig Ladung transportieren können, müssen sie mehrmals fliegen, um ausreichend Nahrungsmittel und Medikamente in eine Region zu bringen.

Der Bundesgrenzschutz (BGS) erklärte in einer Stellungnahme, bei deutschen Helfern in Mosambik seien keine schwerwiegenden Erkrankungen festzustellen. Motivation und Tatendrang seien ungebrochen. Auch unter der Bevölkerung gebe es keine Seuchen. Die Piloten des BGS und der Bundeswehr hätten keine menschlichen Leichen gesehen und nur vereinzelt Tierkadaver ausgemacht.

Vereinzelt gab es Berichte über Plünderungen in den Krisengebieten. Außenminister Leonardo Simao sagte, Plünderungen seien aber kein ernsthaftes Problem. Er forderte jedoch die Polizei auf, die Namen der Diebe zu veröffentlichen. In Folge der Lebensmittelknappheit im Land stiegen die Preise für Nahrungsmittel auf für die meisten Einwohner unbezahlbare Höhen. Offiziellen Angaben zufolge liegt der Preiszuwachs für einige Lebensmittel bei bis zu 400 Prozent.

In den von den Überschwemmungen verschonten Regionen blieben die Preise hingegen stabil. Das Hochwasser aus dem Fluss Limpopo überschwemmte vor zwei Wochen beidseitig rund 50 Kilometer Land und zerstörte die Ernte in einem der fruchtbarsten Gebiete des Landes. Die Regierung plant, Bauern im Katastrophengebiet mit Samen und Werkzeugen zu versorgen, damit sie in drei Monaten wieder selbst ernten können. Rund eine Million Menschen wurden in Folge des Hochwassers obdachlos.

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) flog am Freitag zu einem zweitägigen Informationsbesuch in das Katastrophengebiet. "Nachdem die verheerenden Überflutungen langsam abklingen und das Ausmaß der Zerstörungen deutlich wird, wollen wir jetzt dazu beitragen, die Weichen für den Wiederaufbau zu stellen", sagte die Politikerin.