Sony: Streit um entführte Weihnachtsmänner - DER SPIEGEL
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Sony Streit um entführte Weihnachtsmänner

Der Unterhaltungskonzern Sony hat sich mit vorweihnachtlichen Werbespots in die Nesseln gesetzt: Weil darin Santa Claus von Entführern malträtiert wurde, verweigerte ein US-Fernsehsender die Ausstrahlung.
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New York - Die Serie von sechs Werbespots für die Sony-Website Sonystyle.com hätte in dieser Woche erstmals in den USA gesendet werden sollen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag in seiner Online-Ausgabe. Ein namentlich nicht genannter Kabelsender habe sich aber geweigert, einige der Filme auszustrahlen. Daraufhin habe Sony beschlossen, die Kampagne ganz zurückzuziehen.

Unternehmenskreisen zufolge sei vor allem ein Film auf Kritik gestoßen, in dem der Weihnachtsmann von Entführern betäubt und in einen Kofferraum geworfen werde, berichtet das "Wall Street Journal" weiter. Auch in den anderen Spots werde Santa Claus von Kidnappern malträtiert. Nach der Entscheidung des Fernsehsenders seien bei Sony Zweifel laut geworden, ob mit den Sendungen potenzielle Kunden verprellt werden könnten.

Auf der beworbenen Sony-Website werden Musik- und Videogeräte, CDs und Videos angeboten. Sie wird von der US-Tochter des japanischen Konzerns betrieben. Die umstrittene Werbung war von der Agentur Young & Rubicam entwickelt worden. Die Spots sollten auf den Kabelsendern MTV von Viacom, ESPN von der Disney Corporation und dem Discovery Channel gesendet werden.