Sophia Loren Der Frust einer Angebeteten
Stuttgart - Sie wolle nicht die berühmte Frau sein, die auf einem Sockel steht und angebetet wird, sagte die 67-jährige Schauspielerin in einem Interview mit der Zeitschrift "Reader's Digest". Angebetet zu werden sei "eher frustrierend". Stolz sei sie dennoch auf ihr Aussehen, zumal sie nach eigener Aussage bisher nie bei einem Schönheitschirurgen gewesen sei. Ihr Erfolgsgeheimnis für makellose Schönheit: "Es liegt nicht nur daran, wie man sich schminkt und frisiert und was man anzieht. Wichtig ist auch die Haltung und wie man geht."
So schön wie zu den Hochzeiten ihrer Karriere fühlte sich Loren aber nicht immer. Besonders an die Kriegstage erinnert sie sich mit Grauen. "Wir hatten damals nie genug zu essen. Ich war so dünn, dass mich andere Kinder Sophia Stuzzicadente - Sophia Zahnstocher - genannt haben", sagte Loren.
Als sie ihr Manager und späterer Ehemann, Carlo Ponti, für eine Rolle in einem Film mit Frank Sinatra und Cary Grant vorschlug, habe Loren regelrechte Panik bekommen: "Ich hatte ja solche Angst. Mein Englisch war nicht gut, und ich glaubte, ich falle tot um, wenn ich mit Cary Grant sprechen muss", erinnerte sich Loren.
Doch ihre Nervosität war offensichtlich fehl am Platz. Herzensbrecher Grant machte ihr sogar einen Heiratsantrag. Loren entschied sich dennoch für Ponti. Zehn Jahre später sei Grant nach der Geburt ihres ersten Kindes noch einmal bei ihr aufgetaucht. "Ich ließ ihn das Baby halten. Als ich ihn anschaute, hatte er Tränen in den Augen. Da wusste ich, wie sehr er mich geliebt hatte."