Spanien Mindestens 14 Tote bei Waldbrand
Madrid - Das gestern ausgebrochene Feuer im Naturpark Cueva de los Casares zerstörte schätzungsweise 5.000 Hektar Kiefernwald in der mittelspanischen Provinz Guadalajara. Rund 400 Bewohner von vier Dörfern der Umgebung mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen.
Hilfsfeuerwehrleute versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bringen, berichtete das spanische Fernsehen. Mindestens 14 von ihnen kamen dabei ums Leben. Der Brand in dem Nationalpark sei vermutlich von Funken aus einem nicht vollständig gelöschten Grill ausgelöst worden, teilte die Polizei mit.
Bei einem weiteren Waldbrand in der Provinz Zamora erlitten gestern sechs Personen leichte Verletzungen, mehrere hundert Menschen mussten aus eine Wohngebiet und einem Campingplatz im Park Monasterio de Piedra evakuiert werden. In der südlichen Stadt Puertollano wurde ein 63-jähriger Mann unter dem Verdacht festgenommen, ein Feuer in der Nähe einer petrochemischen Anlage entzündet zu haben.
Die Brände wurden von Temperaturen bis 40 Grad begünstigt. Spanien leidet in diesem Jahr unter der schwersten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 60 Jahren.