Unwetter in Spanien: Ein Mensch ertrinkt in der Garage, ein anderer wird von Mauer erschlagen - DER SPIEGEL
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Tote bei Unwetter in Spanien Ein Mensch ertrinkt in der Garage, ein anderer wird von Mauer erschlagen

Nach extremen Regenfällen sind in Spanien am Wochenende drei Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer Mensch wird vermisst. Ministerpräsident Sánchez erklärte, in Katalonien bleibe die Lage »sehr kompliziert«
Landunter: Luftbild der Feuerwehr in Katalonien
Landunter: Luftbild der Feuerwehr in Katalonien

Landunter: Luftbild der Feuerwehr in Katalonien

Foto: BOMBERS CATALUNYA / AFP

Bei heftigen Unwettern im Nordosten Spaniens nahe der Metropole Barcelona sind am Wochenende mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Mensch starb, als eine Mauer auf einem Campingplatz in der Stadt Tordera einstürzte, wie der Chef der Feuerwehr der Region Katalonien, David Borrell, mitteilte. Ein weiterer Mensch ertrank demnach in einer überfluteten Garage in Montornès del Vallès.

Einsatzkräfte halfen Menschen, die wegen Überschwemmungen etwa in Granollers nördlich von Barcelona in ihren Fahrzeugen festsaßen. Nach den heftigen Niederschlägen am Wochenende wurde laut Feuerwehr am Sonntag zudem mindestens ein Mensch in der Provinz Barcelona vermisst. Bereits am Samstag war eine 102 Jahre alte Frau in dem Ort Madrigueras in der Region Kastilien-La Mancha in ihrem Haus ertrunken.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, die Lage in Katalonien bleibe »sehr kompliziert«. Er forderte die Menschen auf, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden. Die Bewohner entlang der über die Ufer getretenen Flüsse Ridaura und Daro wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter

Vor allem über der Touristenmetropole Barcelona und angrenzenden Regionen im Norden waren am Samstag und in der Nacht zu Sonntag stellenweise mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden, wie der regionale Wetterdienst Kataloniens, Meteocat, auf der Plattform X mitteilte. Zahlreiche Straßen, Keller und Erdgeschosse standen unter Wasser, Bäume wurden entwurzelt und Flüsse traten über die Ufer.

Auf Bildern aus der Stadt L'Hospitalet de Llobregat, die unmittelbar an Barcelona grenzt, waren überflutete Straßen und Menschen zu sehen, die durch knietiefes Wasser in ihren Häusern wateten. Dem spanischen Wetterdienst Aemet zufolge schwächten sich die Unwetter in der Region Barcelona am Sonntagmittag ab und bewegten sich Richtung Norden in die benachbarte Provinz Girona.

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Der fortschreitende Klimawandel  führt Experten zufolge zu häufigeren und heftigeren Extremwetter-Ereignissen wie Stürmen und Starkregen. Vor allem das immer stärker aufgeheizte Mittelmeer, wo im vergangenen Sommer Wassertemperaturen von 33 Grad gemessen wurden, erhöht nach Angaben des Wetterdienstes Aemet das Risiko extremer Regenfälle an Land.

Je höher die Wassertemperatur, desto mehr Wasser verdunstet. Über dem erhitzten Meer bilden sich dadurch große und extrem feuchtwarme Luftmassen. Treffen diese auf eine Kaltfront, kommt es zu extremen Regenfällen.

fok/AFP/dpa