Spanien und Südfrankreich Tausende fliehen vor Waldbränden
Der Präsident François Hollande (m.) am Brandort: Im Département Var ließ er sich die Lage erläutern.
Foto: POOL/ REUTERSIn dem zwischen Marseille und Cannes gelegenen Département Var in Frankreich wüteten den Behörden zufolge drei Feuer, die von starkem Wind weiter angefacht wurden. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, die aus der Luft von Löschflugzeugen unterstützt wurden.
Rund 10.000 Gäste mussten insgesamt drei Campingplätze im Gebiet der Mittelmeerstadt Fréjus verlassen. Auf einem Campingplatz zerstörte das Feuer 30 Hütten, auf einem anderen zehn Hütten. Die Gemeinde Fréjus brachte die Betroffenen in zwei Hallen unter.
Dagegen entspannte sich die Lage an der Atlantikküste nahe Bordeaux, wo ein Brand in den vergangenen Tagen mehr als 560 Hektar Wald zerstört hatte. Rund 600 Bewohner der Gegend, die ihre Häuser hatten verlassen müssen, sollten schrittweise zurückkehren. Vor Ort waren aber weiterhin pausenlos 300 Feuerwehrleute und zwei Löschflugzeuge im Einsatz. Präsident François Hollande ließ sich auf einem Besuch im betroffenen Département, in Bormes-les-Mimosas, die Lage von den Einsatzkräften erläutern.
Die anhaltend trockene Witterung machte auch den Feuerwehren im Nachbarland Spanien zu schaffen: Der bereits seit dem Wochenende lodernde Brand bei Odena, etwa 67 Kilometer westlich von Barcelona, war auch am Montag nicht gelöscht. Die Rettungskräfte hofften jedoch, dass sich die Lage angesichts abflauender Winde entspannt. Am Sonntag waren in der Region etwa 800 Menschen zeitweise aus Wohngebieten in Sicherheit gebracht worden. Mehr als hundert mussten nach Feuerwehrangaben die Nacht in Sporthallen verbringen.