Spanien: Vater, Tochter und Sohn sterben in Hotelpool - DER SPIEGEL
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Familientragödie in Spanien Vater, Tochter und Sohn sterben in Hotelpool

In einer Ferienanlage an der Costa del Sol sind drei Mitglieder einer britischen Familie gestorben. Offenbar wollten der Bruder und der Vater einer Neunjährigen helfen, die in einem Schwimmbecken zu ertrinken drohte.
Unglückort im andalusischen Hotel
Unglückort im andalusischen Hotel

Unglückort im andalusischen Hotel

Foto: Daniel Perez/ EPA-EFE/ REX
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In einer Hotelanlage in Spanien ist es zu einem Familiendrama gekommen. In dem Ferienort Mijas an der Costa del Sol starben am 24. Dezember ein Mädchen, ihr älterer Bruder und der Vater in einem Hotelpool. Laut einem lokalen Medienbericht  geriet die Neunjährige in dem Schwimmbecken des Clubs La Costa World offenbar zunächst in Schwierigkeiten. Anschließend sprangen der Bruder und der Vater ins Wasser, um sie zu retten.

Die Mutter soll versucht haben Helfer zu holen. Gegen 13.30 Uhr Ortszeit wurde ein Notruf abgesetzt, in dem von drei bewusstlosen Personen gesprochen wurde. Zwar wurden noch Reanimationsmaßnahmen von Hotelgästen und den herbeigeeilten Rettungskräften eingeleitet. Aber weder das Mädchen noch ihr 16-jähriger Bruder sowie der 53 Jahre alte Vater konnten gerettet werden.

Ferienanlage, in der das Unglück passierte

Ferienanlage, in der das Unglück passierte

Foto: Daniel Perez/ EPA-EFE/ REX

Eine Zeugin berichtet laut der britischen Zeitung "Telegraph" , sie habe Leichen mit weißen Laken bedeckt am Rand des Pools gesehen. Zudem hätte sie eine Frau laut weinen hören, zitiert das Blatt die 23-Jährige aus Birmingham.

Bei den drei Opfern handelte es sich um Angehörige einer britischen Familie, der Bruder besaß einen US-amerikanischen Pass. Die Mutter des Mädchens wird derzeit von Mitarbeitern britischer Behörden betreut. Auch einige Hotelgäste werden durch spanische Psychologen unterstützt.

Was zu dem Unglück geführt hat, ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern an. Derzeit werden die Leichen im rechtsmedizinischen Institut in Malaga untersucht. Erste Ergebnisse zu den Ursachen des Vorfalls werden für Mittwoch erwartet. Zudem untersuchten Experten der Polizei den Unglücksort. Taucher der Guardia Civil hätten unter anderem die Pumpe des Pools inspiziert. Sie könnte bei dem Unglück eine Rolle spielen. Noch sei es aber zu früh, um etwas sagen zu können.

In einer Mitteilung drückte das Management des Hotels sein tief empfundenes Beileid aus. Die Geschäftsführung werde die Behörden umfassend bei ihren Ermittlungen in Bezug auf die Todesfälle unterstützen, hieß es. Zu der Anlage, die südlich von Málaga direkt am Mittelmeer liegt, gehören mehrere Swimmingpools.

joe