Leitantrag für Juso-Bundeskongress SPD-Nachwuchs fordert WG-Garantie
Schwarzes Brett an der Universität in Konstanz (2013): »Wir wollen eine WG-Garantie für alle Studierenden und Auszubildenden«
Foto: Felix Kästle/ dpaDer Juso-Bundesvorstand will die Mietkosten in Wohngemeinschaften für junge Menschen begrenzen. »Wir wollen eine WG-Garantie für alle Studierenden und Auszubildenden«, heißt es im Leitantrag für das Jugendwahlprogramm zur Bundestagswahl 2025, »junge Menschen müssen ein Zimmer unter 400 Euro Miete erhalten.«
Um das sicherzustellen, will der Vorstand laut dem Antrag »die Bafög-Wohnungspauschale ausweiten«. Bei nicht Bafög-berechtigten Studierenden und Auszubildenden sollen bei Bedarf die anfallenden Wohnkosten über 400 Euro übernommen werden. Die Kosten der Idee werden in dem Antrag nicht beziffert.
An diesem Wochenende trifft sich die SPD-Jugendorganisation zum Bundeskongress in Halle (Saale). Dabei wollen die Jusos über inhaltliche Forderungen für den Wahlkampf diskutieren.
Aus dem Leitantrag der Jusos
Die Mietpreisgarantie für WG-Zimmer soll eine zentrale Wahlkampfforderung der Jusos werden. »Die Krise auf dem Wohnungsmarkt ist die soziale Krise unserer Generation«, sagt Juso-Chef Philipp Türmer. Studierende wendeten im Schnitt 54 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten auf. Für junge Menschen seien Mieten eine Armutsfalle. »Wir müssen es hinbekommen, dass Studierende und Azubis für höchstens 400 Euro in jeder deutschen Stadt ein WG-Zimmer bekommen.«
In deutschen Großstädten fehlten laut dem Antrag etwa 1,9 Millionen günstige Wohnungen. Der Juso-Vorstand fordert auch einen bundesweiten Stopp von Mieterhöhungen in angespannten Mietmärkten und die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Studierenden- und Azubiwerke sowie Kommunen sollen mit einer Ausbauoffensive mehr Wohnraum für junge Menschen schaffen.
Der Leitantrag nennt als zentrale Wahlkampfforderung zudem ein »Ein-Billion-Euro-Investitionsprogramm«. Die Schuldenbremse solle dafür abgeschafft werden.