Spenderrückgang: In Schweden wird der Samen knapp - DER SPIEGEL
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Spenderrückgang In Schweden wird der Samen knapp

Wenn sich nicht bald neue Spender finden, kann die größte schwedische Samenbank in Malmö dicht machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Malmö - Neue gesetzliche Bestimmungen sind nach Angaben der medizinischen Leiterin der Samenbank, Hanne-Lise Ericsson, der Hauptgrund für den Spenderrückgang. Durch künstliche Befruchtung entstandene Kinder haben in Schweden jetzt das Recht, den Namen des Spenders als biologischen Vater zu erfahren. Die Daten der früher völlig anonymen Samengeber werden deshalb von den Sozialbehörden gespeichert. Dies schrecke potenzielle Spender wahrscheinlich ab, so Ericsson zu der schwedischen Zeitung "Nordvesta Skaanes Tidningar".

Weil aber jeder Mann höchstens sechsmal an einer per künstlicher Befruchtung ausgelösten Schwangerschaft beteiligt sein darf, sei der "feste Stamm" bisheriger Spender bereits "weitgehend aufgebraucht", so Ericsson weiter. Sollten sich keine neuen finden, sei die Existenz des Instituts gefährdet.